30 Jahre BORUSSIAFANCLUB KLEVE
Der BORUSSIAFANCLUB KLEVE feiert in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass laden wir alle Mitglieder/innen mit Ihren Partnern zu unserem Jubiläum ein. Wann?   Samstag, 25.06.2022 - 18.00 Uhr Wo?   Vereinslokal Ratskrug Materborn, Dorfstraße 43 in 47533... mehr
BORUSSIAFANCLUB KLEVE fährt wieder zu Heimspielen
Ab sofort bietet der BORUSSIAFANCLUB KLEVE wieder Fahrten zu den Heimspielen unserer Borussia an. Die Busfahrten führt das Busunternehmen "Der Kervenheimer" durch. Die Abfahrten erfolgen ab unserer  Vereinsgaststätte Ratskrug Materborn, Dorfstraße 43, 47533 Kleve. Neben den Busfahrten... mehr
DFL terminiert restliche Bundesliga-Spieltage
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die restlichen Spieltage der aktuellen Bundesliga-Saison terminiert.  Borussias fixe Bundesliga-Termine in der Übersicht: 28. Spieltag: Borussia – 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 3. April, 17:30 Uhr) 29. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth –... mehr
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Pressespiegel

17. Mai 2022

Pleiten, Pech und ein Jahrhundertspiel: Hinter Borussia liegt eine Saison der Extreme

Das Ende im tristen Niemandsland täuscht: Wer später in der Vereinschronik blättert, wird oft hängenbleiben bei der Saison 2021/22. Borussia Mönchengladbach hat so viele Gesichter gezeigt, dass es zwischenzeitlich kaum zu fassen war.

 


17. Mai 2022

Trainer im Borussia-Check: Drei Gladbach-Kandidaten und der Pep-Faktor

Am Ende könnte es natürlich auch „Mister X“ werden. Aber die Namen Lucien Favre, Daniel Farke und André Breitenreiter halten sich am hartnäckigsten, wenn es um die Trainersuche bei Borussia geht. Wie sehr passen sie zum angepeilten Weg? Was die Antwort auch mit Pep Guardiola zu tun hat.

 


17. Mai 2022

54, 200, 322: Besondere Borussia-Marken und bevorstehende Jubiläen

Mit seiner späten Einwechslung gegen Hoffenheim wurde Christoph Kramer am Samstag noch zu einem Jubilar. Auch andere Borussen erreichten im Verlauf der Saison besondere Marken. Das eine oder andere persönliche Ziel musste auf die kommende Spielzeit verschoben werden.

 


17. Mai 2022

318 Tage als Trainer: Was Adi Hütter bei Borussia Mönchengladbach hinterlässt

Nur eine Saison arbeitete Adi Hütter als Gladbach-Trainer. Er hinterlässt ein unfertiges Projekt, doch ist vielleicht mehr hinterlegt, als manch einer vermutet. Eine Bestandsaufnahme am Ende der kurzen Schaffenszeit des Österreichers.

 


16. Mai 2022

Jahres-Zeugnis der Borussen: Gladbachs Klassenprimus verteidigt seinen Spitzenplatz

Torwart Yann Sommer und Jonas Hofmann als bester Feldspieler wiesen die besten Durchschnittsnoten aller Borussen in der abgelaufenen Saison auf. In der Rückrunde gab es zudem noch einen klaren Gewinner – während ein anderer Stammspieler über die komplette Saison enttäuschte.

 


16. Mai 2022

Ende eines Missverständnisses

Als Borussia Mönchengladbach im Sommer 2021 auf Trainersuche ging, war Adi Hütter nicht unbedingt mein absoluter Wunschkandidat und seine Verpflichtung wurde auch in der SEITENWAHL-Redaktion kontrovers diskutiert. Sowohl wegen der sportlichen Eignung als auch wegen der Begleitumstände des Wechsels, die dem Umzug der Probstheidaer Ich-AG nach Dortmund nicht ganz unähnlich waren. Ich persönlich hätte lieber Tedesco oder Seoane auf der Gladbacher Bank gesehen. Dem gegenüber stand der Fakt, dass Hütter – wo immer er vorher auch tätig war – stets Erfolge feiern konnte und in der Regel ein bisschen mehr erreicht hatte, als man von seinen jeweiligen Teams erwarten durfte. Deshalb herrschte am Ende die Überzeugung vor, mit Adi Hütter eine gut Lösung für die nähere Zukunft des Vereins auf der Trainerbank gefunden zu haben. 12 Monate später sind wir klüger und Hütter und der Verein haben gerade ihre einvernehmliche Trennung bekanntgegeben. Ob die Initiative dazu von Hütter oder vom Verein ausging, werden wir – hoffentlich – nicht erfahren, wenn sich beide Seiten an die offensichtlich getroffene Vereinbarung einer stilvollen Trennung halten. Fakt ist, es hat nicht gepasst zwischen Adi Hütter und Borussia Mönchengladbach, deshalb ist die Trennung eine logische und vermutlich für beide Seiten die bessere Entscheidung als ein Weitermachen auf dem bisherigen Weg. Über die Ursachen für den sportlichen Verlauf der Saison ist in den letzten Tagen schon viel geschrieben worden und wird vermutlich auch noch viel geschrieben werden. Zweifelsohne spielte der Verlauf der Sommertransferperiode 2021 (oder besser gesagt ihr Nichtverlauf in Mönchengladbach) eine Rolle, gepaart mit der desolaten Führung des Vereins ab Herbst bis zu Max Eberls Abgang im Januar. Am Ende liegt die Wahrheit aber auf dem Platz und nicht in der Büroetage. Selbst ohne Neuverpflichtungen und auch mit einem angeschlagenen Max Eberl durfte man von Hütter und seinem Trainerteam erwarten, dass sie mit einem so hochkarätig besetzten Team wie Borussia Mönchengladbach es in der abgelaufenen Saison hatte ein tragfähiges fußballerisches Konzept entwickeln und eine Mannschaft auf den Rasen schicken, die fit ist für 90 Minuten. Beides war nicht der Fall und deshalb liegt auch die Verantwortung für den Saisonverlauf zum größten Teil beim Trainerteam. Adi Hütter muss bei seiner Verpflichtung gewusst haben, dass er ein Team vorfindet, welches zwar im ersten Jahr unter Rose mehr Aktivität gegen den Ball gelernt hatte, welches aber im Endeffekt immer noch künstlerisch wertvollen Fußball aus dem Ballbesitz oder einer Konterhaltung heraus besser beherrschte und auch lieber spielen wollte, als sich zur hoch anlaufenden Pressingmaschine umschulen zu lassen. Auch bei einem Verkauf von Thuram und Zakaria im Sommer 2021 und zwei-drei Neuverpflichtungen hätte sich diese Grundcharakteristik nicht wesentlich geändert. Adi Hütter muss auch gewusst haben, dass sein Kader für ein Spiel mit Dreierkette gewisse Defizite aufweist und dass es – auch wenn Embolo das zuletzt herausragend gemacht hat – keinen typischen Mittelstürmer gibt. Zwar ist nachvollziehbar, dass Hütter versucht hat, der Mannschaft seinen Stil zu vermitteln. Da aber – von Ausnahmespielen abgesehen – über weite Teile der Saison recht offensichtlich war, dass das Team damit fremdelt, stellt sich entweder die Frage nach der Vermittlungsqualität oder – wenn das vermitteln eher in ein „aufzwingen“ umgekippt sein sollte – die Frage danach, warum man nicht an irgendeinem Punkt verstanden hat, dass es so nicht funktioniert. An dem Punkt hätte man das System adaptieren können, ja müssen. Dies umso mehr, als gerade in der Rückrunde Fitnessdefizite bei der Mannschaft unübersehbar waren, die vielleicht auch gar nicht in der Lage war, das aufwendige Spiel entsprechend den Vorgaben des Trainerteams umzusetzen. Stattdessen hat man zunehmend passiv sein System durchgezogen, gepaart auch mit dem fast vollständigen Fehlen von Reaktionen während des Spiels, z.B. auf taktische Umstellungen oder auch nur Gegnerdruck in der Schlussphase. Rätsel gibt des Weiteren der menschliche Umgang mit einigen Spielern auf. Ja, Matthias Ginter sollte im Winter verkauft werden und ab einem gewissen Zeitpunkt stand sein Abgang fest. Ja, Christoph Kramer hat nach einem Spiel ein kritisches Interview gegeben, in einem sachlichen Ton übrigens. Beide Spieler phasenweise ohne Not gar nicht mehr oder nur noch im absoluten Notfall einzusetzen, sie also für Vorgänge abzustrafen, die außerhalb des Platzes liegen, zeugt von wenig Souveränität im Trainerteam. Am Ende steht eine Trennung, die folgerichtig und notwendig war. Könnte man einen Wunsch an den Verein äußern, dann wäre es der, dass sich der Verein bei der Trainersuche wieder an der fußballerischen DNA orientiert, die Borussia Mönchengladbach seit 2011 stark gemacht hat. Dabei muss der neue Trainer nicht unbedingt Lucien Favre heißen. Es sollte aber jemand sein, der Wert auf eine gewisse Struktur legt, der Fußball als Spiel mit dem Ball begreift und der die Stärken und Schwächen des Teams erkennt und sich daran orientiert.


15. Mai 2022

Sommerfußball: Angenehm und versöhnlich

Am Ende wurde es Sommerfußball der angenehmen und versöhnlichen Sorte. Borussia Mönchengladbach schlägt den sympathischen Traditionsverein aus dem Kraichgau mit 5:1 und beendet trotzdem eine alles in allem enttäischende Bundesligasaison erstmals nach elf Jahren nicht einstellig. Die Fehler, die dazu führten, wurden nicht am 34. Spieltag gemacht. Diese aufzuarbeiten, soll deshalb auch nicht Teil dieses Artikels werden. Dennoch ist das Spiel symptomatisch für den Verlauf der Saison, nämlich in der Form, dass man auch in diesem Spiel sehen konnte, was die Mannschaft in guten Phasen kann, aber auch, welche Defizite bestehen. Anders als in den letzten Spielen bekamen wir dieses Mal die Defizite bereits am Anfang des Spiels zu sehen. Bereits nach drei Minuten sorgte eine schöne Ballstaffette der Hoffenheimer für das 0:1. Ermöglicht wurde dieser aber nur durch eine kollektive Tiefschlafeinlage der Gladbacher defensive, die es trotz in der Entstehung des Spielzuges einigermaßen gut besetzter Räume verweigerte, sich den Gegenspielern auf eine zweikampftaugliche Distanz zu nähern und stattdessen vornehm abstand hielt. So ging es dann noch eine Weile weiter. Kipppunkt des Spiels war wohl die vergebene Großchance von Kramaric nach schönem Zuspiel von Raum in der 16. Minute. Wären die Gäste hier 2:0 in Führung gegangen, hätten wir wohl einen Saisonabschluss der eher unschönen Sorte erlebt. Denn wir wissen alle, dass eine der grundlegenden Schwierigkeiten unseres Teams ist, mit Rückschlägen umzugehen und nach Rückständen nicht auseinander zu fallen. Kramaric war aber gnädig und deshalb gab es Raum für die Wende im Spiel. Borussia schoß dann vor der Halbzeit drei Tore. Zunächst einmal zeigte die Mannschaft etwas, was über die ganze Saison nur selten zu sehen war: Systematisches Anlaufen verbunden mit einem Schließen der sich hinter und neben dem anlaufenden Spieler befindlichen Räume. Das Ergebnis war ein Ballverlust im Hoffenheimer Aufbauspiel, aus dem Plea zunächst einen Schuß und Stindl danach ein Abstaubertor machte. Es folgte ein von Plea sicher verwandelter Elfmeter, den Embolo mit einem Störmanöver nach einem Slapstick-Querpass der Hoffenheimer im eigenen Strafraum herausholte. Danach demonstrierte Borussia die fußballerische Extraklasse, die uns in dieser Saison so oft vorenthalten wurde, von der man aber immer wusste, dass sie vorhanden ist. Neuhaus Chipball auf Hofmann und dessen Verarbeitung zum Tor sind dafür ein gutes Beispiel. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit des Duos Hofmann und Embolo vor dem 4:1 und die schnelle Reakion von Plea gepaart mit der Coolness und Präzision von Hofmann vor dem 5:1. Am Ende hätte Herrmann mit einem schönen Seitfallzieher beinahe noch das sechste Tor gemacht - aber das wäre wohl auch des Guten zuviel gewesen. Wollte man aus dem Spiel (und der letzten Saisonphase) Erkenntnisse ziehen, dann wohl folgende: Ohne Hofmann sinkt die Qualität des Kollektivs signifikant. Jonas Hofmann ist - bei aller Wertschätzung für die anderen zehn Spieler auf dem Platz - im Moment der Gladbacher, der allein durch seine Anwesenheit seine Mitspieler besser macht. Seit er nach Verletzungspause wieder dabei ist, läuft es besser. Embolo in der aktuellen Verfassung ist ebenfalls ein Unterschiedsspieler, den man unbedingt halten sollte. Und: Durch die wieder überzeugenderen Leistungen hat sich die Mißstimmung zwischen Team und Fans etwas relativiert. Auch in dieser Beziehung war es wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu gehen. Nach dem Spiel kam dann - nicht gänzlich unerwartet - die Bekanntgabe durch Adi Hütter, dass man im gegenseitigen Einvernehmen beschlossen habe, die Zusammenarbeit zu beenden. Was in diesem Zusammenhang "gegenseitiges Einvernehmen" bedeutet, ist schwer zu sagen. Von "Hütter wollte nicht mehr, weil man ihm die großen Versprechen anlässlich seiner Verpflichtung im Hinblick auf den Kader damals wie heute nicht erfüllen konnte bzw. kann" bis hin zu "Borussia möchte sich von Hütter trennen, weil man nicht mehr an eine erfolgreiche Zukunft mit ihm glaubt" ist vieles denkbar. Wie auch immer man diese Trennung bewertet, erfreulich am Ablauf ist die Tatsache, dass man anders als beispielsweise die Protagonisten des FC Augsburg ohne gegenseitige Vorwürfe auskam und dass die handelnden Personen kein böses Wort übereinander verloren. Nach der holprigen Kommunikation der letzten Wochen war bereits das alles andere als selbstverständlich.


13. Mai 2022

Duell der Enttäuschten

In einem letztendlich bedeutungslosen Spiel stehen sich zum Abschluss der Bundesligasaison 2020/21 Borussia Mönchengladbach und der sympathische Traditionsverein aus dem Kraichgau, die TSG „1899“ Hoffenheim gegenüber. Beide Teams stehen im Niemandsland der Tabelle, beide können weder absteigen noch in der Tabelle Verbesserungen erreichen. Es wird ein Duell der Enttäuschten, beide Teams dürften mit der Saison nicht zufrieden sein. Während auf Gladbacher Seite von vornherein alle Ziele verfehlt wurden, ist es bei den Kraichgauern vermutlich nicht die Abschlussplatzierung in absoluten Zahlen, die unzufrieden macht, sondern der Umstand, dass man nach der Hinrunde mit Tuchfühlung zu den Champions-League-Plätzen auf Rang 5 und nach dem 25. Spieltag auf sogar auf Platz 4 lag, ehe nach dem Sieg in Köln Anfang März eine Serie von 8 Spielen ohne Sieg alle Träume vom internationalen Fußball zunichtemachte. Während Borussia aufgrund interner Querelen sowohl im Team als auch im Verein und eines diffusen Gefühls des Nichtzueinanderpassens zwischen Trainer und Mannschaft daran scheiterte, das ohne Zweifel vorhandene Potential auszuschöpfen, lassen sich in Hoffenheim die Ursachen relativ klar benennen: Zu viele Verletzte ließen dem Team auf der Zielgeraden buchstäblich die Luft ausgehen. Auf der Ausfallliste für den kommenden Spieltag stehen mit Munas Dabbur, Florian Grillitsch, Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Chris Richards, Dennis Geiger, Marco John, Fisnik Asllani und Havard Nordtveit 9 Spieler, davon 6 potenzielle Startelfkandidaten. Möglicherweise kommt auch noch Ihlas Bebou dazu. Einen Abschied auf Hoffenheimer Seite, der leider nicht auf dem Platz stattfinden wird, gilt es gesondert zu erwähnen: Mit Havard Nordtveit verlässt ein Spieler die Bundesliga, der die meisten seiner Bundesligaspiele für Borussia Mönchengladbach gemacht hat und der einer der Protagonisten von Borussia Barcelona war. Dass Nordtveit nach seiner Gladbacher Zeit nirgends mehr richtig Fuß fassen konnte, teils verletzungsbedingt, teils, weil es einfach nicht passte, ist schade für ihn, zeigt aber auch, dass Borussia Mönchengladbach in der Verfassung der letzten Jahre ein guter Ort war für Profis gehobener Qualität, die aber nicht die absolute Klasse für die ganz großen Vereine hatten. Ob das in Zukunft noch so sein wird, ist fraglich. Denn während die Borussia der Jahre 2011 -2020 sich nicht nur durch sportlichen Erfolg auszeichnete, sondern auch durch ein augenscheinlich gesundes internes Klima, das von manchem sogar als zu ausgeprägte Wohlfühloase verunglimpft wurde, erinnert der Verein momentan mehr an die Borussia von Peter Pander und Dick Advocaat: Misslungene Pressekonferenzen, die mehr Fragen aufwerfen, als dass sie welche beantworten; Spieler, die in Podcasts beunruhigende Innenansichten des Vereins liefern; mündige Spieler, die für angemessen formulierte kritische Töne in Interviews offensichtlich durch Versetzung auf die Bank und demonstrative Nichteinwechslung selbst dann bestraft werden, wenn auf ihrer Position für jeden ersichtlich Notstand herrscht. Das alles ist eine ungesunde Mischung aus Zeiten, die man vergangen glaubte. Dies aufzuarbeiten, würde aber den Rahmen des Vorberichts sprengen. Denn noch ist ein Spiel zu spielen. Bei Borussia sind bis auf den gesperrten Elvedi und den operierten Jantschke alle mehr oder weniger fit (d.h. eine Halbzeit halten sie vermutlich durch). Vermutlich wird der Trainer in seinem letzten Spiel dieser Saison an der Grundordnung wenig ändern. Auch wenn Ginter ein Abschiedsspiel zu wünschen wäre steht zu vermuten, dass die Dreierkette aus Beyer (wenn die Muskeln mitmachen), Friedrich und Bensebaini bestehen wird. Davor wird natürlich Koné nach abgesessener Gelbsperre wieder ins defensive Mittelfeld zurückkehren, aber ansonsten wird man die vertrauten Gesichter sehen. Auch wenn Hoeneß dahingehend zitiert wird, dass er morgen keinen Sommerfußball sehen möchte – ganz vermeiden wird sich das wohl nicht lassen. Zwei Varianten von Sommerfußball sind denkbar. Da ist einerseits der Nichtangriffspakt, also ein öder Kick, auf den eigentlich keiner Lust hat. Und da ist andererseits ein von taktischen Fesseln und Erfolgsdruck befreites Spiel zweier Mannschaften, die offensiv besser sind als defensiv und das jetzt einfach nochmal zeigen wollen. Hoffen wir, dass es letzteres wird. Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Da es für niemanden mehr um etwas geht, kann man frei aufspielen. Das endet 3:3. Danach geht in Gladbach hoffentlich die Aufarbeitung los. Christian Spoo: War das Ukraine-Spiel die letzte Niederlage von Adi Hütter als Trainer von Borussia Mönchengladbach. Möglich wär‘s, denn zum Ausklang der unerträglichsten Bundesligasaison seit 2020/21 gewinnt seine Mannschaft nochmal mit 2:1 gegen Hoffenheim. Michael Heinen: Borussia startet furios in die Partie und führt zur Halbzeit mit 2:0. Ein Sieg zum Abschluss würde aber nicht zu dieser Saison passen. Das fällt zum Glück auch der Mannschaft noch gerade rechtzeitig auf, sodass sie sich am Ende mit einem 2:2 ins Ziel rettet. Die Borussen-Fans können trotzdem feiern: Endlich ist diese elendige Saison vorbei. Claus-Dieter Mayer: Beim launigen 3:3 am letzten Spieltag zeigen beide Teams nochmal alles, was sie ausmacht: Jede Menge Potenzial gepaart mit katastrophalem Defensivverhalten und teilweise mangelnder Einstellung. Volkhard Patten: Nach einer Saison wie ein Autounfall ist das einzig Positive an diesem Nachmittag das neue Trikot. Nach der 1:4-Klatsche geht's in die unruhige Sommerpause. Thomas Häcki: Ein Spiel mit Unterhaltungswert, welches man schon nach dem Stadionbesuch vergessen hat... Trotz der 7 Tore beim 4:3 Christian Grünewald: So manch einer auf und neben dem Platz sagt Ade/i, Abwehrreihen existieren bei beiden Teams ohnehin größtenteils auf dem Papier. Daher darf man auf ein fröhliches Hin- und Her bei sonnigem Wetter hoffen. 2:4.


03. Mai 2022

Enttäuschte Erwartungen

Borussia Mönchengladbach gegen die Vertriebsabteilung eines österreichischen Getränkeherstellers: Auf der einen Seite taktisch durchkomponierter Fußball, geprägt von technisch hoher Qualität, geprägt von Effizienz, angeleitet von einem überaus fähigen Übungsleiter – auf der anderen Seite Borussia Mönchengladbach. Das waren nicht nur meine Erwartungen an das gestrige Spiel. Dass der Gegner am Donnerstag in der Europa League tätig war? Geschenkt. Dass Borussia an guten Tagen auch Bayern oder Dortmund schlägt? Geschenkt. Die Mannschaft, die zuletzt nicht mehr als eine gute Halbzeit zu spielen in der Lage war, würde gegen die von Tedesco wieder um Ballbesitz ergänzte Pressingmaschine aus Fuschl unweigerlich einem solchen Druck auf die eigene Abwehr ausgesetzt sein, dass die momentan regelmäßigen Aussetzer nur eine Frage der Zeit wären. Aber Borussia wäre nicht Borussia, wenn sie nicht in schöner Regelmäßigkeit alle Erwartungen enttäuschen würde. So auch gestern. Zunächst dadurch, dass man sich nicht dazu verleiten ließ, in der im Lauf der Saison leider oft gepflegten Manier unkoordiniert offensiv zu pressen. Stattdessen stand Gladbach defensiv eher tief und strukturiert (fast als hätte Lucien Favre unter der Woche Kettenverschieben trainieren lassen), schaffte es auch, die Räume für die Österreicher eng zu halten und diese damit nicht in ihr schnelles Kombinationsspiel kommen zu lassen. Zur Wahrheit gehört auch, dass Getränkevertriebler es in der ersten Halbzeit – aus welchen Gründen auch immer – nicht ernsthaft versuchten, die Fohlenelf unter Druck zu setzen. So entwickelte sich zunächst ein eher ereignisarmes Spiel, in es allerdings Borussia Mönchengladbach – ähnlich wie in den letzten Wochen schon öfter - schaffte, zwei recht ordentliche Kombinationen in Ziel zu bringen und zwei Tore zu schießen. Unterbrochen wurde das von einem der unvermeidlichen Aussetzer, einem der leider nicht wenigen vermeidbaren Ballverluste des im Kombinationsspiel eher schwachen Neuhaus, der vom Gegner mit einem schnellen Angriff zum zwischenzeitlichen Ausgleich ausgenutzt wurde. Für die zweite Hälfte konnte man nun einen Sturmlauf der Gäste erwarten. Tatsächlich geriet Borussia ziemlich unter Druck, phasenweise wurde minutenlang der eigene Strafraum mutig gegen Belagerer verteidigt, ohne sich allerdings so richtig befreien zu können. Als dann auch noch Nico Elvedi gerechtfertigter Weise des Feldes verwiesen wurde, schien es nur eine Frage der Zeit, bis das Spiel kippt und am Ende eine Niederlage steht. Aber an diesem Punkt überraschte uns Borussia erneut. Nicht nur, dass die Defensive zunehmend wieder konsequenter agierte – nein, der an diesem Tag überragende Hofmann und Beyer – defensiv eigentlich schon länger überzeugend, jetzt aber auch mit dem Selbstvertrauen für Vorstöße ausgestattet – nutzten einen der wenigen Entlastungsangriffe zum 3:1, das auch dem Endstand entsprach. Natürlich gab es auch danach Angriffe und Chancen für die Gegner – im Gegensatz zu den letzten Auftritten geriet der Gladbacher Abwehrverbund aber nie mehr so ins Schwimmen, dass man förmlich um das Gegentor zu betteln schien. So reichte ein regelkonform agierender VAR (bei zwei Szenen im Gladbacher Strafraum gab es Berührungen, aber keine klare Fehlentscheidung) und der gewohnt formstarke Yann Sommer zur Sicherung des Sieges. Nach dem Spiel war die erste von Journalisten gestellte Frage an die Protagonisten, was wohl in dieser Saison möglich gewesen wäre, hätte man immer so gespielt wie an diesem Tag. Wir fragen uns das auch.


29. Apr 2022

Nur echte Fohlen fressen Gras

Es ist vorbei. Das wenigumjubelte Tor von Lars Stindl in der Nachspielzeit in Freiburg hat auch rechnerisch für den vorzeitigen Klassenerhalt gesorgt. Borussia Mönchengladbach spielt auch in der Saison 2022/23 in der ersten Fußball-Bundesliga. Und jetzt? Sind noch drei Spiele zu absolvieren. Das erste am Montagabend gegen RB Leipzig. Weil Leipzig unter der Woche im Europa-League-Halbfinale aktiv war, wurde das eigentlich für Freitagabend vorgesehene Spiel um 72 Stunden geschoben. Man muss kein Prophet sein, um zu konstatieren, dass das den Zuschauerzuspruch im Borussia-Park nicht eben steigern wird. Montag 20:30 Uhr gegen einen Gegner, den keiner mag und gegen den es für Borussia um nichts mehr geht, da wird so mancher besseres zu tun haben. Leipzig kommt mit dem Rückenwind des Hinspielerfolgs gegen die Glasow Rangers nach Mönchengladbach. Die königstreuen Schotten machten dabei lange Zeit vor, wie man gegen das Offensivspiel der Mannschaft von Domenico Tedesco ankommt: Mit Beton. Gegen die eng gestaffelte Defensive des schottischen Meisters fanden die Leipziger lange Zeit trotz deutlicher Überlegenheit kein Mittel. Das 1:0 ist eine gute, aber keinesfalls sichere Basis für das Rückspiel. In der Liga gab es zuletzt eine Niederlage im eigenen Stadion gegen Union Berlin, was die Stimmung bei RB aber kaum trübt. Man hat noch die Chance auf das Double aus UEFA-Cup und DFB-Pokal und hat sich in der Liga nach dem ungewohnt schwachen Start unter Jesse Marsch mehr als stabilisiert. Gerade auswärts überzeugte RB bei Siegen unter anderem in Dortmund und Leverkusen. Die erneute Qualifikation für die Champions League ist gut möglich und würde durch einen Erfolg in Gladbach sogar wahrscheinlich. Personell hat Tedesco keine Probleme. Die in der Euro-League gesperrten Simakan, Orban und Kampl. Amadou Haidara ist der einzige Stammspieler, der fehlt. Bei Borussia geht es in diesen Tagen weniger darum, wer fehlt, sondern darum, wer bleibt. Nachdem Adi Hütter nach eigenem Bekunden in Freiburg sehen wolle, wer auch in Zukunft für Borussia spielen will, setzte er dennoch jede Menge Spieler ein, bei denen man voraussetzen darf, dass ihr Interesse daran, in Zukunft für Borussia zu spielen, überschaubar sein dürfte. Überhaupt ist es ein Kreuz mit den Worten bei Borussia. Adi Hütter meint offenbar nicht, was er sagt. Roland Virkus sagt vermutlich, was er denkt, aber das klingt wie aus der Motivations-Mottenkiste von Udo Lattek. Die einst branchenübliche „Grasfressen-Rhetorik“ und die bisweilen ungelenken Formulierungen des Eberl-Nachfolgers wirken in der Fußballwelt des 21. Jahrhunderts auf eine bemitleidenswerte Weise aus der Zeit gefallen. Aber wer bleibt nun? Dass Jonas Hofmann in dieser Woche von einer Entscheidung sprach, die es zu finalisieren gelte (auch moderne Fußballrhetorik ist nicht immer schön), wollten einige Beobachter als Signal werten, dass der Nationalspieler geneigt ist, seinen Vertrag in Gladbach zu verlängern. Wenn über mutmaßliche Abgänge gesprochen wird, fallen zudem die Namen Elvedi, Embolo und Lainer selten bis gar nicht. Ersterer hat seinen Vertrag vor nicht allzu langer Zeit verlängert. Letzterer dürfte mit den Arbeitsbedingungen in Gladbach recht zufrieden sein. Breel Embolo traf zuletzt häufiger als gewohnt das Tor, dem Vernehmen nach rechnet man in Gladbach fest mit ihm. Bei Plea, Thuram und Neuhaus dürfte es allein an der Nachfrage liegen, ob und wohin sie gehen, Bensebainis Abgang steht wohl fest, Ginters ohnehin. Ein Gerüst für die neue Saison steht also noch nicht. Hier würde ein Verbleib von Hofmann Borussia gut zu Gesicht stehen. Zu der Elf, die das vorletzte Heimspiel der Saison bestreitet, wird Hofmann wohl gehören. Im Vergleich zum Freiburg-Spiel kann Adi Hütter zudem wieder auf Matthias Ginter zurückgreifen. Marcus Thuram wird nicht rechtzeitig fit, bei ihm ist unklar, ob er überhaupt noch einmal im Borussen-Trikot auflaufen wird. SEITENWAHL-Prognose Christian Spoo : Beton hilft bedingt gegen Red Bull. Diese Erkenntnis aus dem Spiel der Leipziger gegen die Rangers wird Adi Hütter beherzt in den Wind schießen und seine Mannschaft spätestens nach der Pause wieder ohne Sinn und Verstand anlaufen lassen. Leipzig bedankt sich und gewinnt nur dank einiger Sommer-Paraden nicht höher als 3:1. Uwe Pirl : Das Böse siegt immer! Jedenfalls meistens, wenn die SG RB Fuschl-Markranstädt gegen Borussia Mönchengladbach spielt. Zwar hoffe ich auf eine die Regel brechende Ausnahme, allein mir fehlt der Glaube. 1:3 für die Dosenmafia. Thomas Häcki : Wer erwartet ernsthaft einen Punkt? Die Borussia beginnt stark, lässt ebenso stark nach und geht am Ende mit 0:3 baden. Michael Heinen : Borussia hält anfangs gut mit, bricht dann aber in Halbzeit 2 ein, weil Teile der Mannschaft durch die Doppelbelastung aus Ligabetrieb und Vereinssuche sichtlich erschöpft sind. Borussia verliert 1:3. Volkhard Patten : Stadion leer, Saison gelaufen, bloß nicht verletzen. Borussia und die Dosen trennen sich in einem grauenhaften Kick mit 0:0 und die sportliche Leitung der Borussia feiert den Punkt gegen einen CL-Anwärter. Claus-Dieter Mayer : Nur um die Fans noch mehr zu ärgern, zeigt die Gladbacher Defensive am Montagabend, dass sie es eigentlich kann und rettet der Borussia ein hart erkämpftes 1:1 am Ende. Die anschließende Vertragsverlängerung mit Adi Hütter bis 2030 feiert Roland Virkus allerdings nur im ganz kleinen Kreis. Christian Grünewald : Vor trauriger Kulisse passt das traurige Spiel zu einer traurigen Saison. 0:3


16. Mai 2022

Transferticker: Dortmunder Einkaufstour ist noch nicht beendet

Zwar stehen in der Fußball-Saison 2021/22 noch Entscheidungen aus, doch der Transfermarkt beginnt sich bereits zu bewegen. Ab heute gibt die WZ wieder regelmäßig einen Überblick, was sich in der Kadergestaltung bei den wichtigsten Vereinen unserer Region tut. Wer geht? Wer kommt? Was brodelt in der Gerüchteküche?


14. Mai 2022

Eilmeldung: Trainer Hütter verlässt Borussia Mönchengladbach

Trainer Adi Hütter verlässt nach nur einer Saison den Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Er und der Verein würden „in beiderseitigem Einvernehmen getrennte Wege gehen“, sagte der Österreicher am Samstag dem TV-Sender Sky.


14. Mai 2022

34. Spieltag: Versöhnliches Ende für Gladbach

Borussia Mönchengladbach feiert einen spektakulären Sieg zum Saisonausklang, dennoch wird über den Trainer diskutiert. Hoffenheim verabschiedet sich mit einer Negativserie.


13. Mai 2022

Ukraine-Krieg: Borussia erzielt bei Benefizspiel Spendenbeitrag von 132.000 Euro

Durch das Benefizspiel der Borussia gegen die Ukraine konnte eine Spendensumme in Höhe von 132.000 Euro angesammelt werden. Es ist ein „Zeichen der Menschlichkeit und Solidarität“ gesetzt worden.


13. Mai 2022

„Es tut mir leid“: Eberl bedankt sich bei Gladbach-Fans in offenem Brief

Max Eberl hat sich nach seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen vor drei Monaten mit einem offenen Brief an die Fans der Borussia gewandt. Darin hat er beteuert, wie gerne er für die Gladbacher gearbeitet hat und wie dankbar er auch den Fans ist.


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