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Pressespiegel

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25. Okt 2020

Real, Inter und Donezk im Check: Zwei von drei Borussia-Gegnern in der Königsklasse gewinnen

Die vier Teams der Champions-League-Gruppe B haben am Wochenende zehn Punkte eingefahren. Nur Donezk blieb sieglos, Reals Erfolg im Clásico war allerdings kein Glanzlicht.

 


25. Okt 2020

Borussias 3:2 in Mainz: Hofmann und Thuram setzen ihren Lauf fort

Jonas Hofmann erzielte in Mainz erneut ein Elmetertor und ist Borussias bester Scorer, Marcus Thuram holte in Mainz den vierten Strafstoß in Serie heraus.

 


25. Okt 2020

Fohlenfutter-Ticker: Borussias Embolo bei Instagram rassistisch beleidigt

Breel Embolo hat die Nachricht eines Users gepostet, der ihn während des Spiels in Mainz bei Instagram rassistisch beleidigt hat. Borussia zeigt sich „erschüttert“ und will den Täter mit der Polizei ermitteln.

 


25. Okt 2020

Von der U9 bis in die Bundesliga: Borussia-Talent Reitz wird bald zum Handwerker

Nach mehr als zwei Jahren darf wieder ein Gladbacher Eigengewächs sein Trikot im Kabinengang des Borussia-Parks aufhängen. Wohin führt der Weg von Rocco Reitz? Seine Perspektiven auf weitere Einsätze sind gut.

 


24. Okt 2020

Wichtiges 3:2 bei Mainz 05: Borussia besiegt den inneren Schweinehund

Trainer Marco Rose rotierte, Borussia machte sich das Leben schwer. Dann kamen die Eckpfeiler von der Bank und der Sieg. Dieser ist enorm wichtig für die Borussen, meint unser Autor.

 


23. Okt 2020

Alltagstristesse

Mailand, Madrid, Donezk. Obwohl Corona die Freude auf diese hochwertigen Gegner in der Champions League beträchtlich trübt, dienen sie dennoch als eindrucksvoller Beleg dafür, was Borussia mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln in den letzten Jahren erreicht hat. Dass der Verein mit einem Etat von etwas mehr als 200 Mio. Euro ein verdientes Remis beim international weit erfahrenen Klub Internazionale Mailand mit fast doppelt so großem Umsatz einfahren konnte, darf nicht als Selbstverständlichkeit abgetan werden. Um den immensen Wettbewerbsnachteil zu kompensieren, muss Borussia kontinuierlich schneller und schlauer sein als die nationale und internationale Konkurrenz, was ihr zuletzt in hervorragender Manier gelungen ist. Vor diesem Hintergrund darf man sich auch nicht wundern, dass die Elf von Marco Rose in der ersten halben Stunde in Mailand offensiv nicht stattfand. Entscheidend war in dieser Phase, dass die Defensive stand und das Spiel nicht frühzeitig durch einen (ggf. hohen) Rückstand vorentschieden wurde. Die letzten Wochen haben gezeigt, wie sehr Borussia gerade in der Offensive noch nach ihrer Form sucht. Der Kader weist zwar eine sehr ordentliche Breite auf, kann aber den Ausfall gleich mehrerer Leistungsträger naturgemäß nicht ohne Qualitätsverlust auffangen. Das Spiel in Mailand könnte ein ganz wichtiger Baustein für den Weg zurück zur Topform gewesen sein. Wenn das Selbstbewusstsein und -verständnis fehlt, muss sich das Team dies zurück erarbeiten. Wie sich die Mannschaft nach holprigem Start in Mailand steigerte und selbst nach dem Rückstand ins Spiel zurückfand, war ein wichtiges Erfolgserlebnis, auf das sich aufbauen lässt. Dass es gegen die Schlussoffensive von Inter mit ihren Weltklasse-Angreifern nicht gelungen ist, den Vorsprung in den letzten 10 Minuten über die Zeit zu retten, sollte die Freude und den Stolz ob des trotzdem tollen Ergebnisses nicht allzu sehr trüben. Am Samstag in Mainz wird es darum gehen, an diese Leistungssteigerung anzuknüpfen und das entstandene Selbstvertrauen zu nutzen. Sollte Borussia nur annähernd Normalform abrufen können, wird es einen Auswärtssieg geben. Die Mainzer stehen vor einer schwierigen Saison, denn für sie gilt im kleineren Rahmen dasselbe wie für Borussia. Im Vergleich zu ihrer (nationalen) Konkurrenz verfügen sie über deutlich geringere Mittel und müssen daher um diesen Faktor besser sein. Es ist beeindruckend, mit welcher Nachhaltigkeit ihnen dies in den vergangenen Jahrzehnten gelungen ist: seit 2009 ist der Verein durchgängig erstklassig. Schon in den letzten Spielzeiten war die Abstiegsgefahr aber ein permanenter Begleiter. Dieses Jahr könnten die Bundesliga-Lichte(r) in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt endgültig ausgehen, wenn die Mannschaft sich gegenüber ihrem desolaten Saisonstart nicht enorm zu steigern versteht. Die einst so starke Defensive präsentiert sich zunehmend als anfällig. 11 Gegentore gab es in den ersten drei Partien, davon je vier durch Vereine wie Stuttgart und Union, mit denen sich die Mainzer eigentlich auf Augenhöhe wähnten. Zuletzt konnte beim 0:1 gegen Leverkusen immerhin die beste Saisonleistung abgerufen werden, die verdeutlicht, dass es auch für Borussia kein Spaziergang werden wird. Dies gilt insbesondere dann, falls es Borussia nicht gelingt, den Schalter umzulegen von der Feststimmung in der Königsklasse auf Bundesliga-Tristesse. Wer in Mailand gepunktet hat, könnte im Unterbewusstsein Probleme bekommen, den punktlosen Tabellenletzten der Bundesliga ausreichend ernst zu nehmen. Es wird die Hauptarbeit für das Trainerteam um Marco Rose sein, den Spielern die körperliche und geistige Frische zurückzugeben. Mit Blick auf das anstehende Programm mit fünf weiteren Partien in den nächsten zwei Wochen dürfte Rose ab sofort die Rotationsmaschine anwerfen. Eine seriöse Prognose der Aufstellung scheint daher nicht möglich, weshalb wir darauf verzichten. Wendt und Stindl könnten, z. B. für Bensebaini und Embolo, in die Startelf zurückkehren. Gut möglich, dass aber auch noch der eine oder andere weitere Leistungsträger für die bevorstehenden Aufgaben geschont wird. Egal mit welcher Aufstellung Borussia aber antritt: Ein Auswärtssieg ist Pflicht, damit das Tabellenmittelfeld verlassen und der Anschluss an die oberen Ränge gewahrt wird. SEITENWAHL-TIPPS Michael Heinen: Mehr Pflichtsieg geht nicht. Borussia schlägt Mainz mit 2:0. Christian Spoo: Der Punkt in Mailand sollte helfen, -nz zu schlagen. Borussia gewinnt mit 2:1 Uwe Pirl: Borussia wird zwar müde sein, aber Qualität und Breite im Kader setzt sich am Ende durch. 1:0 für Borussia. Mike Lukanz: Mailand oder Madrid, Hauptsache Mainz. Diesen Spagat zwischen der großen Bühne und dem grauen Alltag beherrscht Borussia noch nicht. Das 0:0 beschert den Mainzern den ersten Punkt Claus-Dieter Mayer: Auch im vierten Bundesligaspiel in Folge bleibt der VfL ungeschlagen. Die Feierlichkeiten dazu halten sich nach einem mühseligen und eher glücklichen 1:1 in Mainz allerdings in Grenzen.


22. Okt 2020

Wenn sich Glück nicht nach Glück anfühlt

Wohin mit dem Kopf? Diese Frage hat so manchen Anhänger von Borussia nach dem Unentschieden in Mailand zum Auftakt der Champions-Legaue-Gruppenphase womöglich überfordert. Klar, ein Punkt beim italienischen Vizemeister ist aller Ehren wert. Andererseits ist es immer bitter, den Ausgleich in der 90. Minute zu kassieren. Nicht wenige Kommentare nach dem Tor von Romelo Lukaku beinhalteten Worte wie "borussisch" oder "typisch". Sollte man als Borusse den Kopf nun also hängen lassen oder hoch tragen? Schauen wir jenseits der Tatsache, eine Führung noch aus der Hand gegeben zu haben, auf das Spiel im leeren San Siro. Wobei man eigentlich schon da anfangen kann. In der Hand hatte Borussia nüchtern betrachtet die ganze Zeit nicht viel. Ohne die teils engagierte Leistung schmälern zu wollen, muss man konstatieren, dass Inter Mailand über die komplette Spielzeit das dominierende Team war. Borussia wirkte zu keinem Zeitpunkt so, als hätte sie Spiel oder Gegner im Griff. "Griffig" ist vermutlich der Begriff, der das Auftreten der Gladbacher am schlechtesten beschreiben würde. Zugriff auf Ball und Gegner hatte man allenfalls im hintersten Drittel des Spielfeldes. Dazu kommt, dass der Treffer zum 2:2 de facto gar nicht "in letzter Minute" fiel, auch wenn "Lukaku, 90." in der Statistik steht. Mit sechs Minuten Nachspielzeit war Borussia noch gut bedient, hatte es doch in der zweiten Halbzeit diverse Unterbrechungen, vor allem durch das Eingreifen des Videoassistenten, gegeben. Im Grunde konnte man froh sein, nicht auch noch das dritte Tor bekommen zu haben. Positiv hervozuheben ist die Effizienz, bisher nicht gerade ein Charakteristikum des Borussenspiels. Zwei Tore aus fast nichts zu machen, ist aller Ehren wert. Der Elfmeter zum 1:1 war völlig korrekt, Thuram war im Strafraum von Vidal eindeutig gefoult worden, eine Torchance hatte der selbsternannte Krieger mit dem aus der Zeit gefallenen Haarschnitt dabei allerdings gar nicht verhindert. Darüber hinaus gab es eine große Kopfballchance von Thuram kurz vor dem Führungstor und eben dieses Tor, eingeleitet von einem mit sensationell noch unzureichend beschriebenen Pass von Florian Neuhaus und untypisch cool vollendet von Jonas Hofmann. Darüber hinaus fand Borussia offensiv nicht statt. Vier Spieler waren nominell für die Offensive eingeplant, neben Torschütze Hofmann noch Thuram, Embolo und Plea. Und sie alle hatten keinen schönen Abend. Wenn sie sich nicht defensiv einbrachten, waren alle vier quasi nicht im Spiel. Das Umschalten funktionierte fast durchweg nicht. Immer wieder versuchte sich Borussia am vertikalen Spiel, immer wieder landeten die Bälle in den Füßen bzw. auf den Köpfen der Mailänder. Die antizipierten fraglos gut, was der Gegner vorhatte, umgekehrt war das Aufbauspiel der Gladbacher leicht auszurechnen und den Pässen mangelte es immer wieder an der nötigen Präzision. Ob es "nötige Ballverluste" gibt, kann man munter diskutieren, beim 20. unnötigen jedenfalls hat SEITENWAHL das Zählen eingestellt. In den Mailänder Druckphasen, von denen es dankenswerterweise nicht allzu viele gab, zeigte sich dieses Phänomen schon am Gladbacher Strafraum, wurden Fehlpässe in Reihe in der eigenen Hälfte gespielt. Dennoch ist die Leistung der Gladbacher Defensive kaum genug zu loben, zumindest was das Verteidigen anging war das mehr als ordentlich. Inter Mailand konnte seine Feldüberlegenheit eher selten in Torchancen ummünzen. Am Ende hatten die Italiener zwar deutlich mehr Abschlüsse als Borussia, gemessen an den Spielanteilen war ihre Anzahl aber überschaubar. Beim Verteidigen halfen auch die Stürmer: Marcus Thuram und Breel Embolo brachten ihre beträchtlichen Körper gelegentlich ein, wenn es darum ging, Mailänder Angriffe zu unterbinden. Christoph Kramer und Florian Neuhaus liefen Pässe ab und stellten Wege zu. Die Viererkette stand und bewegte sich überwiegend richtig. Stefan Lainer zeigte hier und da ein Tempodefizit und zeigte sich an der einen oder anderen Stelle ungewohnterweise als Anhänger der Wendt-Schule des begleitschützenden Abwehrverhaltens. Ramy Bensebaini auf der anderen Seite machte es gut, nahm das teilweise nickelige Spiel des Gegners gut an und steckte ein, wie er austeilte. Die Innenverteidiger waren über weite Strecken die besten Spieler auf dem Platz. Nico Elvedi machte seine Sache gegen Romelu Lukaku ausgezeichnet, hätte Lukaku nicht zweimal getroffen, wäre er mit Sicherheit ein Kandidat für den "Man of the Match" gewesen. Bei beiden Toren trifft den Schweizer allerdings maximal eine Teilschuld. Beim 1:0 ist Ginter derjenige, der schon den Kopfball von Martinez verhindern muss. Nach diesem und der folgenden Hereingabe von d'Ambrosio herrscht ausnahmsweise Verwirrung in der Hintermannschaft, was Lukaku zu nutzen weiß. Bei der scharfen Hereingabe vor dem 2:2 hat Elvedi allenfalls die Chance, Lukaku umzureißen, was er schlauerweise unterlässt. Matthias Ginter hätte Borussia ganz am Ende des Spiels fast noch um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Das Foul direkt an der Strafraumgrenze war so nicht nötig, dass der Freistoß von Kolarov nur am Außennetz landete, ist unter Glück zu verbuchen - und das leitet das Fazit doch recht geschmeidig ein: Borussia hatte das Glück des Tüchtigen. Allein die Dramaturgie des Spiels, also die Tatsache dass man unvermittelt und nicht vollends verdient ein paar Minuten am Sieg schnuppern konnte, beeinträchtigt die Freude über den einen Punkt. Den hat sich die Mannschaft durch ihr großes Engagement zwar durchaus verdient, gemessen an dem, was man über 90 Minuten auf den Platz gebracht hat, hätte sie sich über eine Niederlage aber nicht beschweren dürfen. Der Kopf gehört also nach oben. Mit gehobenem Kopf und breiterer Brust als zuletzt, vor allem aber auch konzentrierter als gegen Wolfsburg und Mailand sollte Borussia die zahlreichen Spiele der kommenden Tage und Wochen angehen.


20. Okt 2020

Mailand oder Madrid? Egal, darf eh' keiner hin ...

Bildquelle: pixabay Das dramatischste an der bevorstehenden Saison in der Champions League ist, was wir nicht erleben werden. Hatten wir uns vor einem Jahr noch ausgemalt, wohin wohl die Reisen führen könnten, wenn Borussia Mönchengladbach sich wieder für die Königsklasse des europäischen Fußballs qualifiziert, sieht die Realität trister aus: Ein Auswärtsspiel in Mailand, ein Auswärtsspiel in Madrid - und keiner darf hin. Dass die auch für einen Nicht-Auswärtsfahrer beeindruckenden Bilder Gladbacher Fans in Europa in diesem Jahr fehlen werden, drückt aufs Gemüt. Ungeachtet dessen ist es schön, sich wieder mit den großen Namen des europäischen Fußballs messen zu dürfen. Was also fällt einem zu Inter Mailand ein? Als Gladbach-Fan natürlich – der Büchsenwurf 1971 und Roberto Boninsegnas anschließende legendäre Schauspieleinlage, die zur Annullierung des 7:1-Sieges führte. Oder war das etwa gar keine Schauspieleinlage? Wer sich ein wenig mit dem Konzept der „alternative facts“ oder besser gesagt der unterschiedlichen kollektiven Erinnerung an denselben Vorgang beschäftigen möchte, mache sich die Mühe, sowohl die deutsche als auch die italienische Version auf Wikipedia nachzulesen. Danach steht fest: Es muss zwei Spiele gegeben haben … Über den Büchsenwurf hinaus kramte ich in meiner Erinnerung vergeblich nach Berührungspunkten zwischen Gladbach und Inter – tatsächlich gab es nur noch ein weiteres Aufeinandertreffen 1979 im damaligen Uefa-Cup, das Borussia in der Verlängerung des Rückspiels 3:2 gewann, nachdem in der regulären Spielzeit beide Spiele 1:1 ausgegangen waren (hier noch das Tor des Jahres 1979 von Harald Nickel). Das illustriert, wie selten früher solche Spiele gegen große Mannschaften aus anderen Ländern waren und warum diese Spiele damals (anders als heute das gefühlt 18. Aufeinandertreffen zwischen Bayern München und Real Madrid in den letzten 9 Jahren Champions League) Pflichtfernsehtermine weit über die Fanbase der jeweiligen Vereine hinaus waren. Weitere Assoziationen sind natürlich Catenaccio, Matthäus-Brehme-Klinsmann, Trappatoni, ein Triple-Gewinn 2010 mit dem Finalsieg in der Champions League gegen Bayern München sowie in jüngerer Vergangenheit mehrfach kurz aufeinanderfolgende Wechsel in der Anteilseignerstruktur, wobei diverse asiatische Investoren als Mehrheitsaktionäre fungierten. Sportlich machte Inter in den letzten Jahren eher wenig Schlagzeilen, in Erinnerung ist geblieben ist zuletzt eine verdiente Niederlage gegen den FC Sevilla im Finale der Europa League. Anders als Borussia Mönchengladbach ist Inter aber zunächst gut in die laufende Saison gestartet, nämlich mit 2 Siegen gegen Florenz und Benevento, ehe zuletzt allerdings ein Untentschieden gegen Lazio und eine Derbyniederlage gegen Milan am letzten Samstag folgte. Ein Blick auf den Kader zeigt die für heutige europäische Spitzenvereine typische beliebige Mischung aus bekannten Namen aus aller Herren Länder vor allem im Mittelfeld und Angriff, die alle auch schon an vielen anderen Orten aktiv waren: Namen wie Christian Eriksen, Radja Nainggolan, Arturo Vidal, Ashley Young, Ivan Perisic, Alexis Sanchez oder Romelu Lukaku kennt man in Europa. Das sind alles sehr gute Spieler, die aber mit Ausnahme von Lukaku und Eriksen zum Teil deutlich über 30 Jahre alt sind und möglicherweise die beste Phase in ihrer Karriere hinter sich haben (was natürlich nicht ausschließt, dass sie trotzdem noch zu großen Leistungen fähig sein können). Im Mailänder Derby am letzten Samstag (in der zweiten Halbzeit ein grauenvolles Spiel) jedenfalls ging es phasenweise durchaus gemächlich zu und einige der Inter-Spieler hatten auffällige Geschwindigkeitsdefizite, wenn es Milan gelang, in Kontersituationen zu kommen. Prominent ist auch der Trainer, Antonio Conte, der seine Mannschaft in einem 3-5-2-System auflaufen lässt, bei dem um eine Achse aus Handanovic im Tor, Kolarov, de Vrij, Vidal und Lukaku munter rotiert wird. Zuletzt gegen Milan kamen Eriksen und Alexis Sanchez von der Bank, das muss aber für Mittwoch nichts heißen. Bei Borussia Mönchengladbach kursiert nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Wolfsburg schon das Wort „Fehlstart“, was nach 4 Spielen natürlich eindeutig zu früh ist. Richtig ist aber, dass die Mannschaft zuletzt nicht wirklich zu einer stringenten Leistung über 90 Minuten fähig war und dass dem Team die Konsequenz und Effizienz der Vorsaison derzeit ein bisschen abgeht. Dafür gibt es natürlich Erklärungen, so z.B. der Fakt, dass mit Embolo, Plea und Thuram die drei wichtigsten Stürmer allesamt mit Trainingsrückstand in die Saison gegangen sind und erst allmählich fitter werden. Von den Neuzugängen ist einer verletzt und der andere ohne Spielpraxis. Auch das Fehlen von Zakaria wirkt sich natürlich aus. So macht vieles im Moment den Eindruck von Stückwerk und dass das Team erst noch so richtig in die Saison hineinfinden muss. Das alles zählt aber nicht und interessiert auch niemanden mehr, wenn am Mittwoch der Anpfiff ertönt. In welcher personellen Besetzung man das Abenteuer Mailand angehen wird? Viel spricht dafür, Bensebaini und Plea in die Startelf zu rotieren, deren Ballsicherheit am Samstag gegen Wolfsburg spürbar gefehlt hat. Für ersteren müsste zweifelsfrei Wendt weichen, für letzteren entweder Stindl oder Embolo. Ganz klar: Inter Mailand in der Verfassung, wie es sich am letzten Samstag gegen Milan präsentiert hat, ist auch für Borussia alles andere als unschlagbar. Notwendige Voraussetzung dafür ist eine konzentrierte Defensivleistung, bei der es vor allem darauf ankommen wird, den robusten und stets gefährlichen Lukaku in den Griff zu bekommen, ohne dabei dessen Nebenleute zu vernachlässigen. Nach vorne empfiehlt sich schnelles Spiel, um der Ü30 von Inter ordentlich Beine zu machen. Der wichtigste Punkt aber ist – vielleicht am schwersten zu realisieren – dass man mit einem gesundem Selbstbewusstsein in die Partie geht und an sich glaubt. Deshalb ist es absolut zu begrüßen, wenn Marco Rose vor den prominenten Gruppengegnern nicht in Ehrfurcht erstarrt, sondern stattdessen klar formuliert, dass Borussia Mönchengladbach an der Champions League 2020/21 nicht nur teilnimmt, sondern teilnimmt um weiterzukommen. Der SEITENWAHL-Tipp Uwe Pirl: Borussia gelingt es nicht, Lukaku in den Griff zu bekommen. Inter hat Schwierigkeiten, wenn Gladbach schnell angreift. Das ergibt ein 1:1. Michael Heinen: Borussia schlägt Inter mit 7:1. Leider muss das Spiel aber wiederholt werden, nachdem ich aufgewacht bin. Anschließend kommt die Fohlenelf zu einem hart umkämpften 0:0. Mike Lukanz: Inter ist in der jetzigen Phase eine Nummer zu groß. Borussia verliert verdient mit 0:3 und sollte sich danach schnell auf Mainz konzentrieren. Christian Spoo: Borussia hat in der jetzigen Konstitution in der Champions League nichts verloren. Diesen Satz relativiert die Mannschaft durch einen überraschenden Punkt in Mailand. 1:1. Thomas Häcki: Die Borussia bleibt vorne ineffektiv und hinten anfällig. Inter nutzt dies für einen nie gefährdeten 2:0 Erfolg.


18. Okt 2020

Luft nach oben

Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Noch vor vier Monaten hatte Borussia den VfL Wolfsburg überraschend deutlich mit 3:0 aus dem Borussia-Park gefegt und dabei einen Klassenunterschied offenbart. Am Samstagabend war von solch einer Überlegenheit nichts mehr zu sehen. Borussia war in Halbzeit 1 mit einer durchschnittlichen Leistung das etwas bessere Team. Diese Verhältnisse kehrten sich nach dem Seitenwechsel aber um, sodass am Ende ein verdientes 1:1-Unentschieden stand. Da sich die Elf von Marco Rose im ersten Heimspiel dieser Saison gegen Union Berlin mit demselben Resultat begnügen musste, tritt sie nicht nur tabellarisch auf der Stelle. Auch die Leistungen entsprechen bislang noch nicht dem, was die Mannschaft in der Vorsaison auf den Rasen gebracht hat. Die beiden Siege gegen die hoffnungslos unterlegenen unterklassigen Teams aus Köln und Oberneuland sind kein wirklicher Gradmesser. Aktuell befindet sich Borussia mit Vereinen wie Wolfsburg und Union auf Augenhöhe, weshalb sie völlig zurecht im Mittelfeld der Tabelle herumdümpelt. Nach vier Spieltagen ist dies allerdings noch nicht dramatisch. Lediglich zwei Zähler fehlen zum Champions-Rang 4. Es kann nicht jedes Jahr solch einen optimalen Saisonstart wie 2019 geben. Der Ausfall des wichtigsten Spielers Dennis Zakaria sowie die fehlende Saisonvorbereitung des nahezu kompletten Sturms sind Erklärungsansätze, warum es bislang noch nicht rund läuft. Sie dürfen aber nicht als permanente Ausrede herhalten, um unzureichende Leistungen zu rechtfertigen. Gerade die Routiniers und/oder Leistungsträger wie Stindl, Kramer oder Neuhaus sollten in dieser schwierigen Phase vorangehen. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR Der einzige Borusse, der sich schon jetzt in Bestform präsentiert, ist Jonas Hofmann. Bei ihm zeigt sich, wie wichtig Selbstbewusstsein für das Leistungsvermögen eines Sportlers sein kann. Spätestens durch die Nominierung für das Nationalteam hat er davon mehr als genug und bemüht sich zunehmend um eine Führungsrolle im Team. Sein Wert für die Mannschaft wird von seinen Trainern regelmäßig geschätzt, von Außenstehenden dagegen oft unterschätzt. Zu augenscheinlich ist seine oftmals fahrlässige Chancenverwertung, die er verbessern sollte, um sich zu einem noch größeren Spieler zu entwickeln. Der Rest der Mannschaft hat allerdings noch dringlicheren Verbesserungsbedarf, damit sich Borussias Traum von der Champions League nicht in einen Alptraum verwandelt. In den kommenden drei Wochen stehen die Hinspiele gegen die allesamt hochkarätigen Gruppengegner an, gegen die Borussia in der aktuellen Form chancenlos wäre. Vielleicht bieten solche Spiele aber die Chance, dass die Mannschaft ohne den ganz großen Erwartungsdruck in die Saison findet. In den letzten Jahren hat sich Borussia gerade in solch schwierigen Spielen oftmals steigern können. Es wird nötig sein, denn auch in der Bundesliga warten demnächst mit Leipzig und Leverkusen anspruchsvolle Aufgaben. Christian Spoo: Mangelnde Konzentration, fehlende Zielstrebigkeit, wenn man ein 1:1 zuhause gegen Wolfsburg als leistungsgerecht wahrnimmt, zeigt das, das mit der Leistung etwas nicht in Ordnung war. Claus-Dieter Mayer: Man muss immer das Gute sehen: Keine Heimmannschaft in der Bundesliga war an diesem Wochenende erfolgreicher als die Borussia. Copyright: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR


16. Okt 2020

Möge die Wucht mit Euch sein!

Borussia Mönchengladbach trifft am Samstagabend auf den VfL Wolfsburg. Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die die Saison auf unterschiedliche Art gleichmäßig begonnen haben: Wolfsburg startete mit drei Unentschieden und gehört mit einem Torverhältnis von 1:1 zu den absoluten Minimalisten der Liga in einer ansonsten eher torreichen Anfangsphase der Saison. Gladbach startete mit einer gleichmäßigen Verteilung der Ergebnisse auf Niederlage, Unentschieden und Derbysieg. In Zeiten der fast schon vergessenen Zwei-Punkte-Tabelle wären die Mannschaften punktgleich und damit Tabellennachbarn, heute zählt der Sieg mehr und verschafft den Borussen einen – natürlich noch nicht aussagekräftigen – Punkt Vorsprung. Nach einem überraschenden Meistertitel, den darauf folgenden Jahren des Größenwahns und Jahren des Abstiegskampfes hat sich in Wolfsburg zuletzt die Lage ein wenig beruhigt. Mit den Plätzen 6 und 7 belegte man in den beiden letzten Jahren in der Abschlusstabelle in etwa die Positionen, auf denen der Verein auch erwartet wurde. Den Nachteil der Verschlechterung auf Platz 7 – die Notwendigkeit einer zusätzlichen Qualifikationsrunde für die Europa League – durften die Wolfsburger dann am eigenen Leib erfahren, indem sie vor der Länderspielpause in Athen an der Qualifikation zur Europa League scheiterten. Ohne Zweifel eine bittere Pille. Personell sieht die Lage in Wolfsburg derzeit vor allem in der Defensive nicht rosig aus: Mit William, Mbabu, Pongracic und Paulo Otavio fällt eine komplette Abwehr aus. Bruma ist sowohl verletzt als auch auf dem Abstellgleis. So bieten sich recht wenige Variationsmöglichkeiten in der Abwehr, die mit einer Viererkette aus Neuzugang Baku, Lacroix, Brooks und Roussillon erwartet werden kann. Davor agiert ein vermutlich nicht zu offensiv ausgerichtetes Dreiermittelfeld aus Guilavogui, Gerhardt und Arnold hinter den einzigen drei echten Offensivspielern, vermutlich Steffen, Brekalo und Weghorst. Der aus Moskau nach Wolfsburg gewechselte Maximilian Philipp scheint noch nicht hinreichend fit für einen Startelfeinsatz zu sein. Bei Borussia Mönchengladbach sieht die Personalsituation deutlich entspannter aus. Soweit bekannt kam keiner der Nationalspieler verletzt (oder infiziert) von der Länderspielreise zurück, borussisch gedachte Szenarien wie „Ginter verletzt Sommer krankenhausreif, zur Rache bricht ihm Elvedi beide Beine und verletzt sich selbst dabei schwer; dann bricht das Dach über der deutschen Ersatzbank zusammen und verletzt Hofmann und Neuhaus am Kopf. Zuhause schlägt Embolo vor dem Fernseher die Hände über dem Kopf zusammen und reißt sich dabei alle Bänder in der Schulter.“ (©Spoo/Mayer) haben sich glücklicherweise nicht erfüllt. Insofern bleibt es bei den bekannten Rekonvaleszenten und der Aussicht, dass Thuram, Plea und Embolo die Pause für einen weiteren Formaufbau nutzen konnten. Sollte das gelungen sein, könnte die aus der Vorsaison bekannte Wucht des Gladbacher Angriffs zurück sein (wie man das gegen Köln schon ansatzweise erkennen konnte). Dann spricht bei einer konzentrierten Leistung nichts dagegen, der Wolfsburger Abwehr den Gegentorminimalismus bei gleichzeitiger Beibehaltung des Wolfsburger Angriffsminimalismus auszutreiben. Der SEITENWAHL-Tipp: Uwe Pirl: Plea, Thuram und Embolo treffen jeweils einmal, Gladbach schlägt Wolfsburg 3:0. Christian Spoo: Zwei Mannschaften, die noch nicht so recht wissen, wo sie stehen, treffen aufeinander und sind nach dem Spiel nicht viel schlauer. Das 2:2 ist für Wolfsburg das vierte Unentschieden im vierten Spiel und für Borussia zu wenig. Michael Heinen: Borussia rettet den Saisonstart mit einem hart umkämpften 2:1-Sieg über Wolfsburg. Mike Lukanz: Spiele mit Wolfsburg sind nie schön. Spiele gegen Wolfsburg erst recht nicht. Ein unangenehmer Gegner, dennoch reicht eine kämpferische Leistung, um ein knappes 1:0 einzufahren. Claus-Dieter Mayer: 4:1, die Borussia kommt ins Rollen.


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25. Okt 2020

Nach Bundesliga-Spiel: Gladbach verurteilt rassistische Anfeindungen gegen Breel Embolo

Der Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat am Sonntag einen Tweet veröffentlicht, der rassistische Anfeindungen gegen den Stürmer scharf kritisiert.


24. Okt 2020

Punktloses Mainz „brutal enttäuscht“: Gladbach sehnt Real herbei

Nicht einmal eine Führung, der beste Saisonauftritt und zwei Tore von Mateta bringen den Mainzern die ersten Liga-Punkte. Trainer Lichte hat einen echten Fehlstart hingelegt. Gladbach meistert trotz Rotation die Aufgabe zwischen Mailand und Madrid.


22. Okt 2020

2015 bis 2020: Neue Gladbach-Chronik erschienen

Eine neue Gladbach-Chronik wurde jetzt veröffentlicht. Das Buch fasst die Jahre 2015 bis 2020 zusammen.


22. Okt 2020

Auftaktpartie: Gladbach kann stolz auf 2:2 in Mailand sein

Zwar war sogar ein Sieg zum Auftakt der Champions-League-Saison bei Inter Mailand zum Greifen nahe, doch am Ende konnte Gladbach stolz auf das 2:2 (0:0) sein.


20. Okt 2020

Borussia Mönchengladbach: U23-Trainer Vogel positiv auf Corona getestet

Heiko Vogel, Trainer der U23 von Borussia Mönchengladbach ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden.


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