Pressespiegel

Die Medien beschäftigen sich ausgiebig und gerne mit unserer Borussia. Wir suchen täglich die wichtigsten und aktuellsten Berichte rund um Borussia heraus und verlinken an dieser Stelle auf das entsprechende Online-Angebot der jeweiligen Zeitung.

22. Jul 2019

Borussia verpflichtet Marcus Thuram von EA Guingamp

Borussia Mönchengladbach hat Marcus Thuram von EA Guingamp verpflichtet. Der 21 Jahre alte Stürmer...


22. Jul 2019

Freier Ticketverkauf startet am heutigen Montag

Am heutigen Montag beginnt um 10:00 Uhr der freie Ticket-Vorverkauf für Borussias...


22. Jul 2019

Neue Folge "FohlenPodcast - Die Sommeredition" online

Die vierte 2019er-Ausgabe des „FohlenPodcast – die Sommeredition“ ist ab sofort verfügbar....


22. Jul 2019

Frauen verlieren beide Testspiele

Borussias Frauen am Wochenende zwei Testsiele verloren. Sowohl gegen Borussia Bocholt als auch...


21. Jul 2019

Rose: "Die Jungs haben sehr hart gearbeitet"

Cheftrainer Marco Rose stellte sich am Ende des Trainingslagers den Fragen der Journalisten und...


23. Jul 2019

Borussias neuer Riesen-Dribbler: Thuram verbindet eine Anekdote mit Messi

Auf Instagram betätigt sich der Franzose als Assistent von Max Eberl.


22. Jul 2019

Budget-Puzzle für weitere Transfers: Durchbricht Gladbach die 50-Millionen-Schallmauer?

Mit dieser Summe kann Gladbach planen, so viel hat der Klub bislang ausgegeben.


22. Jul 2019

Jetzt Tickets gewinnen: EXPRESS zeigt Gladbach gegen Chelsea im Livestream

Am 3. August ist der Europa-League-Sieger zu Gast im Borussia-Park.


22. Jul 2019

Gladbachs neuer Franzose: Weltmeister-Sohn ist jetzt offiziell ein Borusse

Der 21-jährige Angreifer kostet etwa zehn Millionen Euro.


22. Jul 2019

Der Mann für die „Ooohs“ und „Aaahs“: Rekord-Borusse soll Vorbild für Cuisance sein

Der Teenager aus Frankreich ist bislang der Gewinner der Vorbereitung.


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23. Jul 2019

Zeit des Kennenlernens ist vorbei: Borussia-Trainer Rose muss nun Entscheidungen treffen

In den ersten drei Wochen ging es für Marco Rose und Borussia darum, sich kennenzulernen und eine Basis zu legen. Nun kommt die Zeit der ersten Entscheidungen.

 


23. Jul 2019

Alles Wichtige zu Borussia Mönchengladbach

Welcher Spieler geht? Wer spielt am Wochenende? Was sagt der Trainer? Im Fohlenfutter lesen Sie alle Informationen und Hintergründe zu Borussia Mönchengladbach.

 


22. Jul 2019

Vertrag bis 2023: Thuram-Wechsel zu Borussia perfekt

Die nächste Verstärkung für den Angriff ist perfekt: Die Gladbacher verpflichten Marcus Thuram von EA Guingamp. Der lange erwartete Transfer wurde nun bekannt gegeben. Der 21-Jährige unterschrieb bis 2023.

 


22. Jul 2019

Ex-Borusse Hazard spricht über Gladbach und Favre: „Dortmund hat die größeren Mittel und die höheren Ziele“

Der frühere Borusse Thorgan Hazard sieht Dortmund als die größere Borussia an und freut sich auf die neuerliche Zusammenarbeit mit Lucien Favre.

 


22. Jul 2019

Tagebuch von Borussias Stefan Lainer: „Das Team hat mich gut aufgenommen“

Borussias Rechtsverteidiger Stefan Lainer (26) schilderte exklusiv für unsere Redaktion seine Eindrücke aus dem Trainingslager. Zum Abschluss lässt er die Woche am Tegernsee Revue passieren, spricht über Trainer Marco Rose und seinen Lieblings-Koreaner in Salzburg.

 


20. Jul 2019

Der „Das-macht-Sinn“-Transfer

Nach Informationen diverser Boulevardzeitungen müsste Marcus Thuram an diesem Wochenende zum mindestens fünften Mal seinen Medizintest bei Borussia bestreiten, so oft wie sein Transfer in den letzten Wochen bereits „vor dem Abschluss“ gestanden haben soll. Dass der französische Neuzugang - vorbehaltlich eines bestandenen Medizinchecks - erst am kommenden Montag von Borussia offiziell vorgestellt wird, wie Max Eberl mit erstaunlicher Offenheit verraten hat, liegt an mehreren Faktoren: Der U21-Europameisterschaft im Juni, Thurams anschließendem Urlaub sowie den Details bei den Transferverhandlungen. Wie schon bei den geplanten bzw. vollzogenen Transfers von Malang Sarr und Breel Embolo war Max Eberl nicht gewillt, jede aufgerufene Ablöse zu bezahlen, sondern nur zum für ihn angemessenen Preis zuzuschlagen. Im Falle von Thuram dürfte die Ablöse bei rund 10 Mio. € und damit etwas unter dem Wert liegen, der für Embolo bezahlt wurde. Über die genauen Details werden die Vereine aber selbstverständlich das übliche Stillschweigen vereinbart haben. Geboren wurde Thuram am 6. August 1997, sodass er demnächst seinen 22. Geburtstag feiern wird. Benannt nach dem jamaikanischen Panafrikanisten Marcus Garvey musste er kein Lebensjahr bis zum Gewinn des ersten Titels warten. Allerdings war es zunächst sein berühmter Vater Lilian, der 1998 mit der französischen Nationalmannschaft den WM-Pokal nach Hause brachte. Erfolgreiche Karriere in der Jugend Es dauerte nur 17 weitere Jahre bis Marcus zum ersten Mal selbst „etwas Blechernes“ in den Händen hielt, als die U19 seines Vereins FC Souchaux erstmals nach 2007 den bedeutendsten französischen Jugendpokal Coupe Gambardella errang. Ein Jahr später folgte bereits der nächste Höhepunkt seiner Jugendkarriere, dieses Mal mit der französischen U19-Nationalmannschaft, die in Deutschland souverän Europameister wurde. Thuram konnte hierzu nur als Edeljoker beitragen, da seine präferierte Position als Linksaußen durch einen gewissen Kylian Mbappé ganz passabel ausgefüllt wurde. Seit er im Februar 2014 im Alter von 16 ½ Jahren erstmals für die U17 seines Heimatlandes auflief, blieb er bis zum heutigen Tag ein fester Bestandteil der französischen Jugendnationalmannschaften. Dass er in den entscheidenden Partien oft nur als Einwechselspieler eingeplant wurde, liegt an der immensen Konkurrenz im französischen Fußball. Neben Mbappé konkurrierte er in der Offensive z. B. mit dem Mainzer Jean-Philippe Mateta, Leipzigs Jean Augustin, Schalkes Amine Harit sowie mit Spielern vom Kaliber Moussa Dembele (Olympique Lyon) oder Allan Saint-Maximin (OGC Nizza). Trotzdem brachte er es in den vergangenen Jahren auf immerhin 38 Spiele in den diversen Jugendnationalmannschaften und markierte stolze neun Treffer. Dreimal nahm er bereits an Welt- bzw. Europameisterschaften teil, sodass er zumindest auf Jugendebene große internationale Erfahrung gesammelt hat. Früher Durchbruch im Vereinsfußball Auf Vereinsebene startete seine Karriere 2012 mit dem Wechsel in die Jugendabteilung des zweitklassigen FC Souchaux, wo er 2014 erstmals in die viertklassige Reservemannschaft befördert wurde. Da er sich dort ordentlich bewährte, folgte bereits im März 2015 sein erster Einsatz für die erste Mannschaft in der Ligue 2. In den folgenden beiden Jahren blieb er Ergänzungsspieler und absolvierte für Souchaux insgesamt 37 Spiele in der zweiten Liga, wobei er 23x eingewechselt wurde. Trotzdem wurde 2017 der Ex-Verein von Borussias Kultfranzosen Hubert Fournier EA Guingamp auf ihn aufmerksam, wo Thuram mit 20 Jahren direkt der Durchbruch in der Ligue 1 gelang. In seinen beiden Jahren beim bretonischen Erstligisten absolvierte er jeweils 32 Spiele mit zunehmender Einsatzdauer und etablierte sich so mit der Zeit als Stammspieler. Nachdem er sich 2017/18 mit drei Treffern begnügen musste, gehörte er im letzten Jahr mit seinen neun Toren zu den wenigen Lichtblicken einer ansonsten nahezu komplett enttäuschenden Mannschaft. Mit nur fünf Siegen, aber dafür 21 Niederlagen stieg Guingamp als Tabellenletzter ab. Tiefpunkt war das 0:9 bei Paris St. Germain im Januar 2019, mit dem der Tuchel-Klub Revanche nahm für eine bemerkenswerte Niederlage 10 Tage zuvor. Am 9.1.2019 konnte der Absteiger den Meister nämlich sensationell aus dem Ligapokal werfen, und zwar durch ein Elfmetertor in der 93. Minute eines gewissen Marcus Thuram. Hier unterstrich Borussias Neuzugang eine bemerkenswerte Nervenstärke, wenn man bedenkt, dass er in der 1. Halbzeit derselben Partie bereits einen Elfmeter verschossen und sein Teamkollege Ngbakoto in der 81. Minute per Strafstoß den Ausgleich markiert hatte. Trotzdem ließ sich Thuram nicht beirren, schnappte sich den Ball und schoss ihn mit viel Glück ins linke Toreck, obwohl Paris Keeper Areola den Ball noch berührte. Rausgeholt hatte Thuram diesen Elfmeter selbst durch einen einsamen Sturmlauf von der Mittellinie gegen vier Gegenspieler, die ihn erst im Strafraum unfair stoppen konnten. Stärken und Schwächen Was Thuram für Borussias neues geplantes Spielsystem besonders attraktiv macht ist seine Kombination aus Schnelligkeit und Wuchtigkeit. Mit 1,92 Meter und 88kg ist er von der Statur eigentlich ein klassischer Zentrumsstürmer. Obwohl er diese Position ebenfalls ausfüllen kann, wurde er in seiner Karriere häufiger als Linksaußen oder im linken offensiven Mittelfeld eingesetzt, wo er seine Stärken optimal einsetzen kann: Nur wenige Angreifer Europas gehen so gerne ins Dribbling wie Thuram. Mit seiner aggressiven, zweikampfstarken Art ist er zudem prädestiniert für das hohe Pressing, das Rose vorschwebt. Trotz seiner Größe hat er eine enorme Beschleunigung und Beweglichkeit und kann sich leichtfüßig selbst gegen massierte Abwehrreihen bewähren. Ihm gefällt es, wenn er sich gerne auch gegen mehrere Gegner durchsetzen und mit Tempo, Technik und Trickreichtum in den Strafraum einziehen darf. Das Kurzpassspiel gehört gleichfalls zu seinen Stärken, sodass er gut zu den spielerisch ebenso starken Mitspielern in Borussias Offensive passen sollte. Für einen Stürmer ist er allerdings noch relativ wenig torgefährlich. Selbst von seinen neun Liga-Treffern im Vorjahr erzielte er drei vom Elfmeterpunkt. Drei weitere Treffer markierte er per Kopf, was eine weitere Stärke offenbart, die ihn u. a. bei Standards gefährlich werden lässt. Ansonsten ist er aber eher jemand, der gefährliche Situationen einleitet und Fouls sowie Elfmeter provoziert. In Sachen Elfmetern könnte er in fragwürdige Fußstapfen eines Thorgan Hazard treten, denn seine Erfolgsquote ist verbesserungswürdig. Von acht Versuchen war er in seiner Profikarriere nur fünfmal erfolgreich. Selbst sein berühmtester Strafstoß in Paris war wie oben geschildert eher schwach geschossen. Er offenbarte aber das immense Selbstbewusstsein des noch jungen Mannes, der durch seine Herkunft gestählt wurde und dies offen zur Schau stellt: „Wenn ich in ein Stadion komme, wo die Leute mich nicht mögen, motiviert mich das. Es spornt mich an, wenn die gegnerischen Fans mich beleidigen. Aufgrund meines Namens ist es normal, dass ich im Fokus stehe. Ich trage meinen Namen mit Stolz und spüre deswegen keinen Druck.“ Sein starkes Ego ist aber gleichzeitig seine Schwäche. Nicht nur, dass er sich und seine Treffsicherheit vom Elfmeterpunkt manchmal zu überschätzen scheint. In der letzten Saison wurde er gleich zweimal mit glatt Roter Karte vom Platz gestellt. Einmal wegen Tätlichkeit, als er etwas unbeherrscht nach hinten ausholte und seinen Gegner leicht schlug. Einmal wegen eines sehr hohen Beines, mit dem er das Gesicht seines Gegenspielers touchierte. Verbesserungsbedarf bietet sich ihm also primär bei der Disziplin und Torgefahr. Aber wie sagt Max Eberl so gerne: Wenn er auch dies alles beherrschen würde, wäre er schon lange kein Kandidat mehr für Borussia. Immerhin sollen sich schon so zuletzt englische Topteams wie Arsenal, Tottenham und Manchester United wie auch der BVB mit einer Verpflichtung des talentierten Franzosen beschäftigt haben. Einsatzmöglichkeiten bei Borussia Positiv: Anders als sein neuer Teamkollege Breel Embolo hat Thuram bislang in seiner Karriere noch keine nennenswerte Verletzung zu beklagen gehabt. Zudem ist er variabel einsetzbar. Er bevorzugt zwar den rechten Fuß, kann zur Not aber auch mit links schießen. Bei Borussia dürfte er primär für den linken Part des geplanten Zweiersturms eingeplant werden, wo er z. B. an der Seite von Plea, Embolo oder Raffael auflaufen könnte. Im Idealfall wird sich hieraus ein gesunder Konkurrenzkampf entwickeln, wobei man bei Raffael und Embolo nach den Erfahrungen der letzten Jahre abwarten muss, ob sie ihre Verletzungsanfälligkeit in den Griff bekommen und wieder an ihre einstige Topform anknüpfen können. Breel Embolo ist ohnehin eher als Kandidat für die 8er-Position hinter den Spitzen zu erwarten, wo er seine Stärken besser einbringen kann als zuletzt im Schalker Sturm. Was das Teambuilding angeht, so kann Marco Rose inzwischen auf eine Vielzahl frankophoner Spieler zählen. Dies kann beim Spielverständnis ein Vorteil sein, birgt aber auch die Gefahr einer Grüppchenbildung. Hier wird es wichtig sein, den gemeinsamen Teamgeist zu fördern, was nach den vorläufigen Eindrücken in der Vorbereitung bislang zu gelingen scheint. Thuram ist es mit seiner Robustheit zuzutrauen, sich – wie zuvor schon bei Guingamp in der Ligue 1 – direkt in der Bundesliga durchzusetzen und eine Verstärkung schon in der kommenden Saison zu sein. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass er immer noch erst 21 Jahre alt ist und somit als langfristig entwicklungsfähiges Talent einzuschätzen ist, der nicht unbedingt gleich alle Partien von Beginn an wird absolvieren müssen. Sehr gespannt sein darf man auf das Zusammenspiel mit Landsmann Alassane Plea, der sich mit Thuram gut ergänzen sollte, da er die Torgefahr und Kaltschnäuzigkeit mitbringt, die seinem zukünftigen Partner noch etwas abgeht.


08. Jul 2019

Die neue Art des Trainerwechsels

Wenn die Borussia in knapp 6 Wochen ihr Auftaktspiel gegen Schalke 04 bestreitet, wird das mediale Interesse mit Sicherheit vor allem auch auf den beiden Trainern David Wagner und Marco Rose liegen, zwischen denen es ja durchaus Parallelen gibt (Mainzer Vergangenheit, im Ausland als Trainer bekannt geworden, Verbindung zu Retortenklubs). Dass dort zwei Teams mit neuem Trainer gegeneinander spielen, ist allerdings kein besonderer Zufall angesichts der Tatsache, dass gleich 8 Bundesligisten mit neuer sportlicher Führung in die Saison gehen. Nun sind Trainerwechsel fast so alt wie die Bundesliga (es dauerte gerade mal 2 Monate und 9 Spieltage bis Herbert Widmayer am 30. Oktober 1963 als erster Trainer der Bundesligageschichte beim FC Nürnberg gehen musste), aber die Art und Weise der Wechsel scheint sich zu ändern. Das fand auch Dieter Hecking, der zum Abschluss der Pressekonferenz am letzten Spieltag der Saison 2018/19 durchaus emotional feststellte: "Uns Trainer braucht wohl keiner mehr. Wenn man jetzt schon im Erfolgsfall damit rechnen muss, gehen zu müssen, tut das uns Trainern nicht gut. Wir müssen immer respektvoll mit allen umgehen - mit Medien, Fans, Vereinsverantwortlichen. Man sollte auch mit uns respektvoll umgehen. So darf es auf keinen Fall weitergehen." Angesichts seiner eigenen Situation kamen diese Worte sichtlich von Herzen und hinterließen auch bei den anwesenden Journalisten Eindruck, aber mit dem Abstand von fast 2 Monaten wollen wir uns die Frage stellen, ob Hecking sachlich wirklich recht hat. Gibt es eine schädliche Entwicklung in der Art und Weise, wie Bundesligavereine mit ihren Trainern umgehen? Wird das alles immer schlimmer? Und unsere Antwort ist, dass es ganz im Gegenteil positive Anzeichen dafür gibt, dass Bundesligisten anfangen, die Besetzung des Trainerpostens professioneller und rationaler zu betreiben, als es traditionell der Fall war. Führen wir uns dabei vor Augen, wie so ein Trainerwechsel klassischerweise vonstattengeht. Ein Team geht mit Trainer X in die Saison, dieser schwärmt davon, wie prima die Mannschaft im Trainingslager gearbeitet habe und wie gut sich die Neuverpflichtungen eingefügt hätten. Dann gibt’s irgendwann in der Saison eine Krise, die „Mechanismen des Marktes“ greifen und nach einem oft unwürdigem Theater in dem erst am Samstagabend die volle Unterstützung des Trainers und am Sonntagmorgen dann sein Rauswurf verkündet wird, muss Herr X seinen Hut nehmen. In einer verzweifelten Suche wird darauf Trainer Y geholt, dessen Eignung für den Job vor allem darin liegt, dass er gerade zur Verfügung steht, der aber von der Vereinsführung in einer verlogenen PK als Wunschtrainer und Hoffnungsträger abgefeiert wird und dann sein Glück versuchen darf. Nun ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Trainerwechsel nutzlos sind. Andreas Heuer von der Universität Münster veröffentlichte mit Kollegen im Jahre 2011 in der angesehenen Zeitschrift PLOS ONE einen Artikel mit dem Titel „Usefulness of Dismissing and Changing the Coach in Professional Soccer“, in dem sie die Trainerwechsel in der Bundesliga von 1963 bis 2009 untersuchen und zu folgendem Schluss kommen: „We can show with an unprecedented small statistical error for the German soccer league that dismissing the coach within the season has basically no effect on the subsequent performance of a team.“ Solch ein statistisches Ergebnis sagt allerdings immer nur etwas über den Durchschnitt, im Einzelfall kann ein Trainerwechsel natürlich schon mal etwas Gutes bewirken oder anders ausgedrückt: Für jeden Lucien Favre gibt es auch einen Gerd vom Bruch, Jürgen Gelsdorf oder Holger Fach! Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie lassen sich gut mit einem Rückblick auf die vergangene Saison veranschaulichen. Da gab es einen wirklich erfolgreichen Trainerwechsel: Peter Bosz holte mit Leverkusen in der Rückrunde satte 10 Punkte mehr als sein Vorgänger Heiko Herrlich in der Hinrunde und erreichte damit zum Leidwesen der Borussia noch die Champions-League. Martin Schmidt konnte mit dem FC Augsburg zwar die Klasse halten, aber 7 Punkte aus 6 Spielen mit einer abschließenden 1:8 Klatsche sind nun keine Glanzleistung. Schalke 04 spielte unter Huub Stevens so ziemlich den gleichen Murks wie unter Domenico Tedesco und den VFB Stuttgart rettete auch zweimaliges Durchtauschen nicht vor dem Abstieg; ähnliches gilt für den FC Nürnberg. Der Preis für den katastrophalsten Trainerwechsel der Saison geht aber klar an Hannover 96. Nicht nur, dass es Thomas Doll gelang Andre Breitenreiters desaströsen Punkteschnitt von 0.58 noch auf 0.47 zu reduzieren, auch in seiner Außendarstellung war er so „unglücklich“, dass 96 zum Gespött der ganzen Liga wurde. Man kann lange erörtern, warum Trainerwechsel insgesamt eher wirkungslos bleiben. Ein Grund ist sicher, dass der Trainer selten der Hauptgrund für den Misserfolg ist; der FC Nürnberg hätte vermutlich auch mit Pep Guardiola an der Seite um den Abstieg gespielt, dazu war der Kader einfach zu schwach. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass es mitten in der Saison nur eine kleine Auswahl von möglichen Kandidaten gibt, sodass oft einfach „irgendwer“ genommen wird. Dieses Problem hatte Max Eberl gleich zweimal in den vergangenen Jahren. Mit Sicherheit hatte er sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es irgendwann mal nach der Ära Lucien Favre weitergehen solle, aber die waren hinfällig als dann unter Zeitdruck in einer Notsituation schnell gehen musste. Diesen Hintergrund darf man auf keinen Fall vergessen, wenn man Eberls Verpflichtung von Rose als neuen Trainer diskutiert. Es ist ihm sicher nicht leicht gefallen, Hecking fallen zu lassen, aber die Chance, endlich selber strategisch planen zu können anstatt von den Umständen zu einer Notlösung gezwungen zu werden, wollte er nach den Ereignissen der vergangenen Jahre unbedingt nutzen. Eberl ist nicht allein damit. In Wolfsburg, Berlin oder Köln geht man auch mit einem neuen Trainer in die Saison, obwohl es rein ergebnistechnisch keinen zwingenden Grund für den jeweiligen Wechsel gab. Die genauen Hintergründe unterscheiden sich in all diesen Fällen aber insgesamt scheint es eine Tendenz zu geben, Trainerwechsel nicht mehr nur als pure Notmaßnahme während der Saison zu betrachten, sondern als ein strategisches Mittel, welches am besten zwischen zwei Spielzeiten eingesetzt wird, sodass der neue Trainer den Kader mitgestalten kann und Zeit hat ihn auf die neue Saison vorzubereiten. Auch scheint es den Vereinen nicht mehr nur um die nackten Ergebnisse zu gehen. Die Mönchengladbacher Entscheidung für Maro Rose war nur bedingt eine für mehr Erfolg, sondern in allererste Linie ein Richtungswechsel was den Fußball und die Wirkung nach Außen angeht. Auch in Berlin ist man sich vermutlich bewusst, dass die Hertha auch in den nächsten Jahren eher im Mittelfeld der Liga als in der Champions League landen wird, aber man hat erkannt, dass man mit dem soliden aber unspektakulärem Pal Dardai-Fußball langfristig niemand vom Hocker reißen wird (ob das unter Ante Čović anders wird, ist eine andere Frage). Was Dieter Hecking als unfaire Entlassung erfolgreicher Trainer anprangert, entpuppt sich somit eher als eine Tendenz der Vereine, strategischer zu planen als zuvor, eine durchaus begrüßenswerte Entwicklung. Wenn man Trainerwechsel kritisieren will, dann eher jene herkömmlichen innerhalb der Saison, die im Normalfall wenig einbringen. Ein Michael Köllner z.B. ohne den Nürnberg erst gar nicht in die erste Liga aufgestiegen wäre, hat insofern mehr Grund sich zu beschweren als Dieter Hecking, denn seine Entlassung hat sich im Nachhinein als eher nutzlose Verzweiflungstat herausgestellt. Hecking hingegen musste gehen, weil Borussia langfristig eine andere Idee hat; für den betroffenen Trainer natürlich schmerzvoll, aber ein erheblich konstruktiverer Ansatz als die üblichen Trainerentlassungen. Eine Warnung zum Schluss: Nur, weil ein Trainerwechsel zwischen den Spielzeiten sinnvoller und durchdachter ist, heißt das noch lange nicht, dass er auch automatisch erfolgreich sein wird. Andreas Heuer und Kollegen machen einem da in ihrem Artikel wenig Hoffnung und kommentieren nur trocken: „Changing the coach between two seasons has no effect either“. Der letzte Gladbachtrainer, der sich nach Saisonende ungerechtfertigt abserviert fühlte, war übrigens Horst Köppel. Wie heute wurde seine Demission unter den Fans allgemein begrüßt und wiederum wie heute verbanden sich mit der Verpflichtung seines Nachfolgers (ein gewisser Jupp Heynckes) große Hoffnungen. Wir wollten das nur mal erwähnen…


28. Jun 2019

Ein Wechsel mit Risiko. Embolo wird Borusse

Ziemlich genau 30 Jahre ist es nun her, als ein gewisser Michael Klinkert von Schalke 04 an den Bökelberg wechselte. Ein Wechsel, der sich für die Borussia als Volltreffer entpuppte, war Klinkert doch lange Zeit ein nicht wegzudenkender Teil von Borussias Innenverteidigung und Mitglied der Mannschaft, die zuletzt ein „Blech“ an den Niederrhein holte. Klinkert sollte der letzte Volltreffer sein, der die Fohlen nachhaltig verstärken konnte. Baumjohann und Heimeroth konnten sich wenigstens zeitweise in die Mannschaft spielen, etwas was ansonsten weder Böhme, van Kerckhoven, Delura oder Kamphuis beschieden war.


19. Jun 2019

Der "Was-soll-das"-Transfer

Borussia hat alle überrascht. Nachdem die ersten Anhänger wegen mangelnder öffentlich diskutierter Transferaktivitäten schon unruhig wurden, präsentierte der Verein den nach Ersatz-Ersatztorwart Max Grün zweiten Neuzugang: Stefan Lainer, bisher bei Red Bull (bei denen darf man's schreiben) Salzburg unter Vertrag. Überraschend ist weniger die Tatsache, dass Borussia einen österreichischen Nationalspieler holt, schon gar nicht, das Borussia nach der Verpflichtung von Trainer Marco Rose einen Spieler aus Salzburg holt. Erstaunlich ist vielmehr: Lainer ist Rechtsverteidiger. Auf vielen Positionen scheint in der Mannschaft Handlungsbedarf zu bestehen. Rechts hinten allerdings gab es keine offensichtliche Baustelle. Mit Michael Lang, Nico Elvedi, Tony Jantschke, Fabian Johnson und vor allem Jordan Beyer stehen gleich fünf Spieler im Kader, die für diese Position in Frage kommen. Lang hat in seiner ersten Saison zwar die Erwartungen nicht vollends erfüllt, als Fehleinkauf hätte ihn aber bis dato kaum jemand abgestempelt (wenngleich im Nachhinein eine Äußerung von Max Eberl im Fohlentalk bei Radio 90,1 so interpretiert werden könnte). Beyer hat, wenngleich gelernter Innenverteidiger, in der vergangenen Saison eine Reihe Hoffnung machender Spiele auf der rechten Außenverteidigerposition bestritten. Nun kommt mit Lainer ein Mann für kolportierte >10 Millionen Euro, der dort naturgemäß nicht nur Stammplatzambitionen sondern schon fast eine Stammplatzgarantie haben wird. Was bedeutet dieser Transfer? Zum einen: Borussia ist schon länger am Mann aus dem Flachgau interessiert. Vor Jahresfrist war er einer von mehreren Kandidaten, ein Wechsel kam seinerzeit nicht zustande, stattdessen holte Max Eberl den Schweizer Lang. Schwerer wiegt aber vermutlich der neue Trainer und dessen bevorzugte Art und Weise, Fußball spielen zu lassen. Mehr als jeder der genannten Spieler ist Lainer ein Rechtsverteidiger, der das druckvolle und aggressive Spiel beherrscht, das Marco Rose vorschwebt. Lainer ist schnell, Lainer ist ein Fighter. Man darf getrost davon ausgehen, dass ein ähnlicher Spieler für die andere Abwehrseite noch auf Eberls/Roses Wunschzettel steht. Inwieweit die anderen potenziellen Rechtsverteidiger nun noch eine Zukunft bei Borussia haben, steht nach dem Lainer-Wechsel mehr in Frage als vorher. Fabian Johnson gilt ohnehin vielen als Kandidat Nummer eins, wenn es um weitere Abgänge geht. Auch Michael Lang dürfte sich spätestens jetzt Gedanken machen, ob der Verbleib am Niederrhein für ihn sinnvoll ist. Tony Jantschke wird es noch schwerer haben. Jordan Beyer muss weiter auf seine Chance warten, zum Stammspieler zu werden und dürfte sich künftig eher als Innenverteidiger Nummer drei bewähren müssen, sofern es in der bisher etatmäßigen Formation Elvedi/Ginter nicht noch eine Entwicklung gibt, die ähnlich überraschend ausfällt, wie die heutige Verpflichtung des Stefan Lainer.


19. Mai 2019

Potentielle Gruppen der Europa League

Ergänzend zu unserer gestrigen Darstellung wie sich die Europa League für Borussia in der kommenden Saison darstellen könnte, haben wir die nerdige Spielerei auf die Spitze getrieben und eine Liste derzeit wahrscheinlicher Teilnehmer an der kommenden Europa League-Gruppenphase erstellt. Dabei wurden angenommen, dass sich in den im Sommer ausstehenden Qualifikationsspielen jeweils die Vereine mit dem höchsten UEFA-Koeffizienten durchsetzen. Da dies nicht immer der Fall sein wird, ist das nicht mehr als eine nette Spielerei Viele der in der folgenden Liste, die von oben nach unten gemäß dem für die spätere Setzliste relevanten UEFA-Koeffizienten der Vereine sortiert wurde, werden sich aber bei der Auslosung am 30. August in Monaco wiederfinden. 17 Vereine, darunter Borussia, sind bereits fix für die Gruppenphase qualifiziert und daher fett markiert. Alle übrigen müssen sich zunächst noch in bis zu 5 Qualifikationsrunden durchsetzen. Theoretisch könnten die Lostöpfe ungefähr wie folgt aussehen, wobei Borussia zu 99 % in Lostopf 2 gesetzt wird. Möglich wäre daher z. B. eine Gruppe mit Manchester United, Espanyol Barcelona und Stade Rennes. Alternativ wäre aber auch eine weniger attraktive Gruppe mit z. B. Olympiakos Piräus, Qarabag Agdam und PFK Oleksandriya denkbar. Lostopf 1: FC Sevilla FC Arsenal AS Rom Manchester United Besiktas Istanbul FC Basel Sporting Lissabon ZSKA Moskau Olympiakos Piräus VfL Wolfsburg FC Brügge Lazio Rom Lostopf 2: PSV Eindhoven Sparta Prag FK Krasnodar Viktoria Pilsen Sporting Braga KAA Gent Borussia Mönchengladbach Young Boys Bern BATE Borisov FK Astana Ludogorets Rasgrad Apoel Nikosia Lostopf 3: Legia Warschau Eintracht Frankfurt PAOK Saloniki AS St. Etienne Steaua Bukarest Qarabag Agdam Feyenoord Rotterdam Slavia Prag FC Getafe Espanyol Barcelona Malmö FF Branik Maribor Lostopf 4: Partizan Belgrad Standard Lüttich Wolverhampton Wanderers RS Belgrad Maccabi Tel Aviv Sheriff Tiraspol Stade Rennes Basaksehir Istanbul Wolfsberger AC PFK Oleksandriya LASK Linz FC Lugano Weitere potentielle Kandidaten*: FC Porto Ajax Amsterdam Dynamo Kiew FC Kopenhagen Celtic Glasgow Dinamo Zagreb Spartak Moskau AEK Athen FC Midtylland FC Turin HNK Rijeka Molde FK Apollon Limassol Racing Strassburg Sorja Luhansk AZ Alkmaar Arsenal Tula Vitoria de Guimares Mlada Boleslav FC Mol Vidi Dinamo Minsk Spartak Trnava Trabzonspor Austria Wien AEK Larnaka Royal Antwerpen FC Mariupol FC Utrecht Yeni Malatyaspor Sturm Graz Qäbälä FK Jablonec Atromitos Athen Aris Saloniki NK Osijek Odense BK FC Thun Glasgow Rangers BK Häcken Lechia Gdansk Bnei Yehuda Lokomotive Plovdiv * Die weiteren potentiellen Kandidaten würden sich nach aktuellem Tabellenstand ebenfalls über Qualifikationsspiele für die Europa League Gruppenphase empfehlen können, woran sie aber nach den von uns gesetzten Annahmen, dass sich stets die Teams mit dem höheren Koeffizienten durchsetzen, scheitern würden. Die sechst erstgenannten Teams von Porto bis Zagreb haben einen höheren Koeffizienten als Borussia und landen daher annahmegemäß in der Champions League. Sollten sie in der Qualifikation scheitern würden sie sich in Lostopf 1 oder 2 oberhalb von Borussia einordnen. Alle übrigen weiteren Kandidaten weisen einen relativ niedrigen UEFA-Koeffizienten auf und landen im Falle einer Qualifikation gegen höher bewertete Teams sehr wahrscheinlich in Lostopf 4. (Stand: 18.07.2019)


22. Jul 2019

Perfekt! Marcus Thuram kommt zur Borussia!

Endlich ist die Sache durch: Der französische U21-Nationalspieler Marcus Thuram (21) wechselt von EA Guingamp zu Borussia Mönchengladbach. Der Offensivspieler unterschrieb einen Vierjahresvertrag bei den Fohlen.


21. Jul 2019

Marco Rose: »Wir haben richtig gut gearbeitet«

Borussia Mönchengladbach hat die Zelte in Rottach-Egern abgebrochen. Neu-Trainer Marco Rose zog ein positives Fazit der Tage am Tegernsee und gewährt der Mannschaft zwei freie Tage.


20. Jul 2019

2:1! Borussia gewinnt Testspiel gegen Rayo Vallecano

Am Samstagabend besiegte Borussia Mönchengladbach zum Ende des Trainingslagers am Tegernsee Rayo Vallencano mit 2:1 (0:1). Michael Cuisance (Foulelfmeter) und Christoph Kramer trafen für die Fohlenelf.


19. Jul 2019

Geideck: »Es wird jetzt nicht alles zerhauen«

Der Hype, der mittlerweile um Marco Rose und die neuen ‚Pressingmaschinen‘ von Borussia Mönchengladbach veranstaltet wird, nimmt teilweise schon absurde Züge an. Dass alles nicht so wild ist, unterstreicht mit Frank Geideck jemand, der es wissen muss.


18. Jul 2019

»Das war heute eine gelungene Nummer«

Borussia Mönchengladbach setzt mit dem klaren 5:1 über Basaksehir FK zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung durchaus ein Ausrufezeichen. Das Testspiel zeigte auf, wie es künftig bei den Fohlen aussehen könnte.


22. Jul 2019

Vierjahresvertrag: Thuram unterschreibt bei Borussia Mönchengladbach

Zuerst waren es nur Gerüchte, dann bestätigte Sportdirektor Max Eberl die Personalie Marcus Thuram, nun ist der Wechsel in trockenen Tücher.


22. Jul 2019

Borussia Mönchengladbach: Max Eberl: "FC Bayern? Ich wäre nicht gesprächsbereit gewesen"

Personalien, Transfer-Gezerre und Saison-Ziele - Gladbachs Sportdirektor äußerte sich zum Ende des Trainingslagers am Tegernsee über viele Themen.


22. Jul 2019

Transferinvestitionen: Gladbach-Kapitän Stindl erwartet „spannendes Meisterschaftsrennen“

Kapitän Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach erwartet nach den hohen Transferinvestitionen von Borussia Dortmund ein enges Titelrennen in der Fußball-Bundesliga.


21. Jul 2019

Borussia Mönchengladbach: Strobl: "Werde wohl immer Herausforderer bleiben"

Der Mittelfeldspieler von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach spricht über die neue Saison. Und seinen persönlichen Eindruck von Trainer Marco Rose.


21. Jul 2019

Fan-Prügelei und Polizeieinsatz: Gladbach gegen Rayo - Spanische Fans randalieren bei Testspiel

In einem nickligen Test gelingt der müden "Fohlenelf" ein zäher Sieg. Die Fans der Gäste fallen aus der Rolle.


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