BUSFAHRT ZUM HEIMSPIEL GEGEN FRANKFURT
Tabellenführer (!!!) Borussia Mönchengladbach erwartet im nächsten Heimspiel die Frankfurter Eintracht im heimischen BORUSSIA-PARK (Sonntag, 27.10.2019 - Anstoß: 18:00 Uhr). Die vom BORUSSIAFANCLUB KLEVE organisierte Busfahrt startet um 15:15 Uhr ab dem Vereinslokal Teamsports in Hasselt.... mehr
MITGLIEDER KÖNNEN SICH FÜR RÜCKRUNDE ANMELDEN
Ab sofort können alle Fanclub-Mitglieder sich über das Buchungsportal für die Busfahrten zu den Heimspielen in der Rückrunde anmelden. Wir bitten darum, alle Anmeldungen bis zum 15.11.2019 zu tätigen. mehr
BUSFAHRT ZUM HEIMSPIEL GEGEN AUGSBURG
Am Sonntag, 06. Oktober 2019 erwartet Borussia Mönchengladbach um 13:30 Uhr den FC Augsburg im heimischen BORUSSIA-PARK. Die vom BORUSSIAFANCLUB KLEVE organisierte Busfahrt startet um 10:45 Uhr ab dem Vereinslokal Teamsports in Hasselt. Neben der Busfahrt können auch wieder Eintrittskarten für... mehr
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Pressespiegel

16. Nov 2019

Borussen siegen in der EM-Qualifikation

Die Schweizer „Nati“ um Yann Sommer, Nico Elvedi, und Denis Zakaria hat mit ihrem 1:0-Sieg gegen...


16. Nov 2019

Siebtes Länderspiel im BORUSSIA-PARK

Mit dem EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft um Borussias Matthias Ginter gegen...


16. Nov 2019

U23 feiert Heimsieg gegen Homberg

Am 18. und zugleich vorletzten Hinrunden-Spieltag der Regionalliga West hat Borussias U23 im...


15. Nov 2019

Bensebaini trifft bei Auftaktsieg Algeriens

Mit einem Kopfballtreffer zum 1:0 hat Ramy Bensebaini der algerischen Nationalmannschaft den Weg...


15. Nov 2019

DFB unterstützt bei Länderspiel lokales ÖPNV-Konzept

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützt im Sinne der Nachhaltigkeit das lokale ÖPNV-Konzept bei...


16. Nov 2019

Nach der Saison schon wieder weg?: Das sagt Gladbachs Superstürmer zu Wechsel-Thema

Der Franzose spricht im XXL-Interview auch über seinen Musik-Geschmack.


16. Nov 2019

„Fans sollen sich daran berauschen“: Borussia-Boss gibt grünes Licht für (Titel-)Träume

Gladbachs Vize-Präsident spricht über die aktuelle Entwicklung.


16. Nov 2019

„Zak“ legt butterweich auf: Gladbach-Trio mit wichtigem Zittersieg in EM-Quali

Für Borussias Nationalspieler läuft es bislang nach Plan.


15. Nov 2019

Plötzlich Abwehrchef beim DFB: Doch Gladbachs Ginter muss sich umstellen

Für Bundestrainer Joachim Löw wird er „meist ein wenig unterschätzt”.


15. Nov 2019

Löw kennt kein Erbarmen in Gladbach: Ter Stegen bekommt keinen „Wohnzimmer”-Bonus

Am Samstag trifft die Nationalelf im Borussia-Park auf Weißrussland.


16. Nov 2019

Siebtes Länderspiel in Mönchengladbach: Schweinsteiger mochte den Borussia-Park

Sechsmal war die deutsche Nationalmannschaft bislang in Mönchengladbach zu Gast, nun folgt gegen Weißrussland das Länderspiel Nummer sieben. In den bisherigen Partien war mehrmals Bastian Schweinsteiger eine der Hauptfiguren in Gladbach.

 


16. Nov 2019

Alles Wichtige über Borussia Mönchengladbach

Welcher Spieler geht? Wer spielt am Wochenende? Was sagt der Trainer? Im Fohlenfutter lesen Sie alle Informationen und Hintergründe zu Borussia Mönchengladbach.

 


16. Nov 2019

Wegen Kommerz und ter Stegen: Gladbach-Fans sind sauer auf DFB und Löw

Zu viel Kommerz um das DFB-Team, zu wenig Präsenz in Mönchengladbach jenseits des Länderspiels und kein Marc-André ter Stegen im Tor - all das bringt die Gladbach-Fans gegen den DFB und den Bundestrainer auf.

 


16. Nov 2019

Assist für die Schweiz: Borussias Zakaria setzt seinen Höhenflug fort

Borussias Mittelelfeldmann Denis Zakaria leitet das 1:0-Siegtor der Schweiz gegen Georgien ein. Das passt. In Gladbach verkörpert er das Prinzip Rose. Das macht ihn für viele Topklubs interessant.

 


16. Nov 2019

Stammspieler in Borussias Zweitvertretung: Dauerbrenner Benger ist ein Erfolgsgarant für die U23

Marcel Benger ist Stammspieler in der U23 Borussia Mönchengladbachs. Seine positive Entwicklung hilft dem Team von Trainer Arie van Lent. Damit hat sich der 21-Jährige auch für andere Vereine interessant gemacht.

 


12. Nov 2019

Der Traum lebt

Seit über einem Monat führt Borussia Mönchengladbach inzwischen die Tabellen der Fußball-Bundesliga an. Angesichts von inzwischen vier Punkten Vorsprung auf Platz 2 wird dies noch mindestens drei weitere Wochen der Fall sein. Nach 11 Spieltagen kommen selbst die bayern- und bvb-lastigen Medien nicht umhin anzuerkennen, dass diese Fohlenelf völlig zurecht da oben steht und der Erfolg kein Zufall ist. Marco Rose ist es gelungen, seine Mannschaft taktisch flexibel auszurichten und nahezu jeden Spieler zur Topform zu bringen. Zudem ist durch den Einbau der Neuzugänge eine kämpferische Komponente hinzugekommen, die der Mannschaft in der ebenfalls nicht unerfolgreichen Vorsaison zeitweise noch gefehlt hatte: Die neue Fohlenelf versprüht den absoluten Willen und die Lust, erfolgreich Fußball zu spielen. Aber Vorsicht: Im Vorjahr setzte die Krise genau in dem Moment ein, als die Medien anfingen, Borussia zum Meisterschaftsanwärter hochzuschreiben. Genau an diesem Punkt sind wir jetzt erneut angekommen und es wird spannend sein zu sehen, wie Rose und sein Team damit umgehen. In den letzten Wochen war die Mentalität der Spieler so überragend, dass ihr zuzutrauen ist, mit dieser Situation besser klarzukommen als im Vorjahr: Auch da war die Euphorie nach 20 Spieltagen riesig, ehe Borussia anschließend beinahe noch aus den Europacup-Rängen katapultiert wurden. Der damalige Leistungsabfall sollte Warnung genug sein, dass die Saison noch lang und absolut nichts erreicht worden ist außer einer wunderschönen Momentaufnahme. Hinzu kommt, dass dieselben Spieler, die derzeit zurecht so sehr in den Himmel gelobt werden, noch vor wenigen Wochen gegen Wolfsberg und in Istanbul all das vermissen lassen haben, was sie derzeit auszeichnet. All das wirkt wie eine weit entfernte Vergangenheit: Momentan läuft es bei fast allen Spielern optimal: Das gilt für Benes, wie auch für Thuram, Zakaria, Herrmann, Sommer und so viele. Es kommt aber nur ganz selten vor, dass sich solch eine Topform über eine ganze Saison hinweg halten lässt. Es wird in dieser Saison noch die eine oder andere Leistungsdelle geben, sowohl individuell als auch kollektiv in der Mannschaft. Erst wenn Borussia die erste Krise mit einigen sieglosen Spielen durchlebt hat, wird sich zeigen, wie viel Spitzenmannschaft wirklich in ihr steckt und was tatsächlich zu erreichen ist. Die Saison ist noch sehr lang, denn bislang sind erst weniger als ein Drittel aller Partien absolviert. Der kraftraubende Spielstil von Rose machte sich bereits in den zweiten Halbzeiten der letzten Spiele bemerkbar, und konnte dort zumeist nur mit großer Kraftanstrengung und dem absoluten Siegeswillen des Teams kompensiert werden. Am Beispiel Eintracht Frankfurt hat sich in der Vorsaison erkennen lassen, dass irgendwann auch das nicht mehr ausreicht und manchmal ein körperlicher Einbruch zum Saisonende unvermeidlich ist. Rose und sein Trainerteam werden das wissen und daher die Belastungen entsprechend steuern. Die Rotation klappt bislang deshalb so hervorragend, weil Borussia inzwischen auch in der Breite überragend aufgestellt ist. Am vergangenen Sonntag hätte Rose neben Hofmann, Neuhaus und Stindl alternativ noch Raffael, Strobl, Traore, Beyer und Wendt von der Bank bringen können. Jantschke, Embolo und Johnson fehlten zudem weiter verletzungsbedingt. Gegen Bremen spielte die Mannschaft von Anfang an selbstbewusst und offensiv, ohne sich davon beeindrucken zu lassen, dass ihnen die Tabellenführung selbst bei einer Niederlage nicht zu nehmen gewesen wäre. Der SV Werder war ein harter Gegner, der besser spielte als es der Tabellenplatz ausdrückt. Dennoch war der Sieg hoch verdient, denn Borussia war insgesamt in der Defensive – zu der nun einmal auch der Torhüter gehört – wie auch in Sachen Effizienz deutlich besser als der Gast. Genau wie Werder hatten die Borussen eine Fülle weiterer Großchancen, sodass die Partie gut und gerne 5:3 hätte ausgehen können. Bereits nach einer Minute hätte Gladbach durch Thuram in Führung gehen können. Genau wie bei der späteren Großchance von Stindl hatte der Schiedsrichter-Assistent fälschlicherweise die Fahne gehoben, wäre im Falle eines Torerfolgs aber mit ziemlicher Sicherheit vom VAR überstimmt worden. Auch bei den beiden strittigen Situationen entschied der Kölner Keller nachvollziehbar: Den leichten Tritt von Rashica, der Zakaria aus dem Tritt und zu Fall brachte, hatte Schiedsrichter Stieler ebenso wenig wahrgenommen wie Bensebainis unabsichtlichen Fußtritt und sein leichtes Zupfen am Trikot. Was viele „Experten“ leider immer noch nicht wissen: Bei solchen serious missed incidents spielt die Eindeutigkeit des Fehlers keine Rolle; der Schiedsrichter ist vielmehr gefordert, die von ihm zuvor anders wahrgenommene Szene auf dem Bildschirm neu zu bewerten, was Stieler in beiden Szenen vertretbar tat. Selbst wenn sich dies durch die jeweilige Fanbrille auch anders interpretieren ließ. In einigen Szenen war der Schiedsrichter hingegen sehr großzügig und ließ speziell den Bremern in Halbzeit 1 ihre sehr harte Gangart etwas zu sehr durchgehen. Korrekt die Gelb-Rote Karte für Bensebaini, der völlig unnötig beim Spielstand von 3:0 kurz vor Schluss sein Sensebein ausholte. Die erste Gelbe Karte dagegen war diskutabel und lässt sich nur dadurch erklären, dass Stieler beim Elfmeter auch das Trikotzupfen als ahndungswürdig eingeschätzt hat. Der harten Gangart des Ex-Dortmunders Nuri Sahin war die größte Schrecksekunde der Partie geschuldet als Laszlo Benes vom Platz humpelte. Ähnlich wie bei Christoph Kramer, bei dem eine Zerrung am Innenband diagnostiziert wurde, kam der Slowake mit einer Prellung am Sprunggelenk verhältnismäßig glimpflich davon, so dass er nicht allzu lange ausfallen sollte. Nicht ganz unproblematisch trotzdem, dass es zuletzt in so gut wie jedem Spiel ein bis zwei verletzungsbedingte Ausfälle gab. Bei Union Berlin in zwei Wochen sollten beide Spieler ebenso wieder zur Verfügung stehen wie auch Oscar Wendt, der durch Bensebainis Platzverweis in die Startelf zurückkehren dürfte. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen scheint Rose auf dieser Position eh regelmäßig rotieren zu wollen, sodass der Ausfall für eine Partie verkraftbar sein sollte. Zumal der Algerier anders als Wendt zwischenzeitlich mit seiner Nationalmannschaft unterwegs sein wird. Mittelfristig wird sich Wendt aber anstrengen müssen, um nicht dauerhaft ins zweite Glied zurückgedrängt zu werden, da Bensebaini gegen Werder einmal mehr eine höchst solide Leistung zeigte. Die Partie in Berlin wird vermutlich eine der schwierigsten Aufgaben der nächsten Wochen sein. Union hat zuletzt drei Pflichtspiele in Folge gewonnen und in den Partien gegen Bayern, Dortmund und Freiburg bewiesen, dass sie sich vor keinem Gegner zu verstecken brauchen. Dennoch wird Borussia natürlich auch in diese Partie als Favorit gehen und sollte diese Rolle selbstbewusst annehmen, ohne jedoch in den Irrglauben zu verfallen, dass sich irgendein Spiel von alleine gewinnen lässt. Borussia hat eine starke Mannschaft, in der Spitze ebenso wie in der Breite. Sie überragt ihre Konkurrenz aber nicht so stark als dass sie diese mit 80 % aus dem Stadion fegen kann. Der Erfolg muss sich vielmehr in jedem Spiel gegen jeden Gegner aufs Neue erarbeitet werden. Wenn dies bis Mai mit ähnlich beeindruckender Konstanz gelingt wie bisher, könnte sich die aktuell so wohlige Momentaufnahme tatsächlich zu mehr entwickeln als „nur“ einem wunderschönen Traum. Bis dahin ist es allerdings noch ein sehr weiter Weg. Mike Lukanz: „Zuerst hieß es, die ersten Siege waren Pflichtsiege. Jetzt, nach den ersten ´Wochen der Wahrheit´ hat Borussia die Tabellenführung sogar ausgebaut und hat es in der eigenen Hand, in der Europa League zu überwintern. Es ist und bleibt unheimlich, was Marco Rose und die Mannschaft gerade darbieten. Aber unfassbar gut.“ Christian Spoo: „Es war wie erwartet. Ein Spiel mit viel Aktion und suboptimaler Abwehrleistung auf beiden Seiten. Aber Borussia hat im Moment neben jeder Menge Power auch das nötige Glück. Und Yann Sommer.“ Uwe Pirl: „Denkwürdiger Spieltag: Sommer hält einen Elfmeter. Der VAR macht – jedenfalls bezogen auf Gladbach – alles richtig. Herrmann trifft zweimal und spielt 90 Minuten durch. Und Gladbach ist mit 4 Punkten Vorsprung Tabellenführer. Ich versteh die Welt nicht mehr …!“ Claus-Dieter Mayer: „Wüsste man nicht nur zu genau, dass solch ein Quatsch nicht existiert, wäre man geneigt zu sagen, dass die Borussia das ´Momentum´ auf ihrer Seite hat. So bleibt uns aber nichts Anderes übrig, als entzückt diese wunderbare Mischung aus einem genauen Plan, harter Arbeit und ein bisschen Glück zu bewundern.“ Thomas Häcki: „Es gibt Tage, die sind wie gemalt. Die Borussia gewinnt nicht, weil sie besser war, wohl aber weil sie cleverer agiert. Hatte man das nicht immer über die Bayern gesagt?“


08. Nov 2019

Nach dem High der Come Down?

Ein Hauch von Bochum im Borussia-Park. Die Eruption des Glücks beim Siegtreffer von Marcus Thuram in der 95. Minute des Euro-League-Spiels gegen die AS Rom war die kleine Schwester der Kollektivekstase von 2011, als Igor de Camargo in der Relegation gegen Bochum traf. Mit dem 2:1 erhält Borussia sich alle Chancen, international zu überwintern und entscheidet ein unterhaltsames und intensives Spiel unter dem Strich etwas glücklich für sich. Über 90 Minuten waren die Gladbacher die bessere Mannschaft, weswegen der Sieg keinesfalls unverdient ist. Im zweiten Durchgang aber verlor das Team zwischenzeitlich die Kontrolle. Es gab Passagen, in denen der Siegtreffer für die Italiener eher in der Luft lag als der für die Elf vom Niederrhein. Marco Rose hatte sich erneut für die Dreierkette entschieden, in der aber nicht Denis Zakaria sondern Matthias Ginter die zentrale Position übernahm. Zakaria spielte weiter vorne und trug, solange das so war, viel zum Gladbacher Powerfußball bei. Denn den zeigte die Mannschaft nach verhaltenen Auftaktminuten in der ersten Halbzeit. Die Offensivkräfte Thuram, Stindl und Neuhaus und die hoch stehenden Außenspieler Lainer und Wendt störten die Versuche der Gäste, das Spiel zu eröffnen, teilweise schon an deren Strafraum. Die Abwehrspieler und vor allem der phasenweise zappelig wirkende Torwart Pau Lopez ließen sich davon sichtlich beeindrucken. Die Folge waren lang geschlagene Bälle ins Aus oder in die Beine des Gegners. Eine höhere Führung zur Pause wäre gut möglich gewesen. Rom versuchte anfangs mit ähnlichen Mitteln zum Erfolg zu kommen, zog sich aber recht früh zurück – oder wurde dazu genötigt. Für das einzige Tor im ersten Durchgang benötigte Borussia dennoch die Hilfe des Gegners. Die scharfe Hereingabe von Marcus Thuram wäre wohl im Nichts verendet, hätte Fazio nicht ohne Not hineingegrätscht. Vermutlich wollte er den Ball ins Toraus bugsieren, das Eigentor sah aber angesichts der Tatsache, dass kein Borusse den Römer Verteidiger bei seiner Aktion unter Druck setzte, etwas absurd aus. Die Verletzung von Tony Jantschke bei einer Rettungsaktion im eigenen Strafraum zwang Marco Rose schon kurz vor dem Führungstor zum Umstellen. Die Defensivformation blieb – allerdings rückte nun Zakaria in die Mitte der Dreierkette, Jonas Hofmann übernahm im Mittelfeld. Borussia hielt den Druck aufrecht – auch über die Pause hinaus. Nach 55 Minuten aber übernahm Rom zunehmend die Initiative. Bei Borussia schienen die Kräfte zu schwinden. Zeitweise ließ das Team sich hinten reindrängen. Rom belohnte sich in dieser Druckphase mit dem Ausgleich. Und Borussia musste weiter kämpfen: Neben beeindruckenden Rettungstaten gab es auch unerklärliche aber dankenswerterweise folgenlose Aussetzer in der Borussenabwehr – und eine schmerzhafte Slapstickeinlage als Sommer beim Versuch zu klären, den Ball mit einiger Wucht ins Gesicht von Matthias Ginter knallte. In dieser Phase zeigte sich, was unter anderem das Spiel gegen Frankfurt gelehrt hat: Der Stil, den Borussia pflegt, setzt größere Effizienz vor dem gegnerischen Tor voraus, denn Beton anzurühren hat das Team nicht mehr im Portfolio – und nicht immer ist einem das Glück so hold, wie in Leverkusen und jetzt gegen Rom. Zum neuen Stil gehört aber auch die kollektive Erkenntnis, dass ein Spiel erst dann zu Ende ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Und so rafft sich Borussia immer wieder zu Last-Minute-Attacken auf, die in der Euro-League jetzt schon zum dritten Mal in Folge mit wichtigen Toren belohnt wurden. Dass die im zweiten Durchgang defensiv bis dahin bombenfest stehenden Italiener in der 95. Minute plötzlich amateurhaft verteidigten und ihre bis dahin völlig souveräne Lufthoheit für einen Moment hergaben, war nicht zu erwarten, was die Explosion der Freude nach Thurams Siegtor nur noch größer machte. Die Einschätzung der anderen Seitenwahl-Redakteure: Michael Heinen : In der Bundesliga hat Borussia bislang vornehmlich gegen die Kleinen, wie Düsseldorf, Köln und Leverkusen gepunktet. Jetzt hat es endlich gegen ein Topteam zu einem Sieg gereicht, mit dem sich Borussia auch für das Wolfsberg-Debakel rehabilitiert. Vier weitere Punkte in den letzten beiden Spielen werden auf jeden Fall zum Weiterkommen reichen und sollten in der aktuellen Form zu erreichen sein. Thomas Häcki : Nein, es war bei weitem nicht alles perfekt an diesem Abend. Aber dieser Wille, dieser unbedingte Wille…. Eberl und Rose wollten mit einem neuen Stil das Publikum begeistern und wer sich dafür nicht begeistert, dem ist nicht zu helfen. Uwe Pirl : Warum ist man Fußballfan? Für die Emotionen, die ein Siegtor in der 95. Minute auslöst. Schön, dass Borussia uns diese Emotionen wieder beschert. Nach diesem auch für die Spieler beglückenden aber erneut kraftaufwändigen Abend geht es schon bald weiter. Zum nach wie vor gewöhnungsbedürftigen Sonntag-Mittag-Spiel erwartet die Borussia Werder Bremen. Nach den guten und überwiegend erfolgreichen Auftritten der vergangenen Woche kann der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga sich um die Favoritenrolle in dieser Partie nicht drücken. Allem „wäre unborussisch“ oder „irgendwann sind sie sicher platt“ zum Trotz: Die Anhängerschaft erwartet einen Sieg gegen die Remis-Könige von der Weser. Die letzten fünf Bundesligaspiele der Bremer gingen unentschieden aus. Darunter waren solche wie in Dortmund, die das Team von Florian Kohfeldt klar als Erfolg verbuchen kann, aber auch gefühlte Niederlagen wie am vergangenen Wochenende das 2:2 gegen Freiburg. Alles in Allem läuft es rund bei Werder. Im Umfeld herrscht Ruhe, die Mannschaft war mit Ausnahme des Leipzig-Spiels (0:3) gegen keinen Gegner ohne Siegchance. Die wichtigste Personalie vor dem Spiel in Gladbach ist Kapitän Niklas Moisander. Dessen Comeback war avisiert, zuletzt war aber wieder fraglich, ob der Finne in Gladbach spielen kann. Verzichten muss Werder ohnehin auf die Langzeitverletzten Füllkrug, Bargfrede und Augustinsson. Nicht in der Startelf wird Michael Lang erwartet. Die Leihgabe aus Mönchengladbach begann sein Gastspiel in Bremen vielversprechend, musste aber auf die Bank, als Werders etatmäßiger Rechtsverteidiger Gebre Selassie seinen Aushilfsjob im Abwehrzentrum aufgeben konnte. Zuletzt soll Kohfeldt Lang sogar im Training als Linksverteidiger ausprobiert haben. Dass das den Schweizer gegen seine alten Teamkameraden wieder ins Team spült, ist aber doch eher unwahrscheinlich. Marco Rose wird sein Team schon aus Gründen von Fitness und Belastungssteuerung mit Sicherheit im Vergleich zum Donnerstag Abend etwas verändern. Als Kandidat für eine kreative Pause drängte sich Florian Neuhaus gegen Rom fast schon auf. Nach wie vor fremdelt der technisch beschlagene Mittelfeldspieler mit dem neuen Spielstil. Gegen Rom wechselten sich gelungene Aktionen mit katastrophale Ballverlusten und merkwürdigen Offensivpässen ab. Dagegen ist mit Alassane Plea wieder zu rechnen. Ob Patrick Herrmann wieder dabei ist, wird vom Stand seiner Vaterwerdung abhängen. Marcus Thuram wäre eine Verschnaufpause zu gönnen, aber als fast einziger Offensivspieler scheint der Franzose im Moment gemessen an seiner Tor- und Assistquote unverzichtbar zu sein. Christoph Kramer gehört zu den Kandidaten, die im Mittelfeld wieder in die Startelf rücken könnten. Hinten dürfte Marco Rose nach zuletzt mehreren Partien im 3-5-2 wegen der eher weniger aggressiven Spielweise der Bremer eine Rückkehr zur Viererkette erwägen. Tony Jantschke dürfte nach seiner Verletzung vom Rom-Spiel keine Option sein, Oscar Wendt schien vor seiner Auswechslung am Ende seiner Kräfte. Mögliche Aufstellung Borussia : Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Benesbaini – Kramer, Zakaria, Hofmann, Benes – Thuram, Plea Bremen : Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Toprak, Friedl - Sahin - M. Eggestein, Klaassen - Bittencourt, Rahica - Osako SEITENWAHL-Prognose Christian Spoo : Ewig geht das nicht gut. Borussia offenbart Konzentrationsmängel – auch infolge der hohen Belastung durch viele Spiele und intensive Spielweise. In einem eher wilden Spiel teilen Gladbach und Bremen die Punkte. 2:2. Michael Heinen : So überragend die Saison derzeit läuft. Der Erfolg muss sich in jedem Spiel erarbeitet werden. So wird es auch gegen Werder sein, wo es noch einmal einer echten Kraftprobe bedarf, um die Partie am Ende mit 3:1 zu gewinnen. Mike Lukanz : Man wünscht sich ja fast eine Länderspielpause herbei, um der Mannschaft mal Luft zum Atmen zu geben. Gleichzeitig kann man das nächste Spiel kaum erwarten. Nun also gegen sympathische wie spielstarke Bremer, gegen die diesmal nur ein 1:1 herausspringt. Was aber zur Verteidigung der Tabellenspitze reicht.


06. Nov 2019

Bewährungsprobe

So überragend es bislang in der Bundesliga läuft, so enttäuschend ist die bisherige Ausbeute in der Europa-League. Mit zwei Punkten ziert Borussia das Tabellenende ihrer Gruppe und läuft damit immer noch dem blamablen 0:4 aus dem Wolfsberg-Debakel hinterher. Einen nicht unbedingt zu erwartenden Punkt konnte sie mit Hilfe des Schiedsrichters aus Rom stibitzen. Sollte am kommenden Donnerstag im Rückspiel noch ein Dreier hinzukommen, wäre die Mannschaft wieder voll auf Kurs und hätte beste Chancen, im internationalen Wettbewerb zu überwintern. Dank der Ergebnisse am letzten Spieltag ist die Partie aber keineswegs das ganz große Schicksalsspiel, das einige Medien zu inszenieren versuchen. Selbst bei einer Niederlage wäre noch lange nichts verloren – bei einem zeitgleichen Remis in Wolfsberg hätte man es theoretisch sogar immer noch in der eigenen Hand weiterzukommen. Angesichts der jüngsten Erfolge und Auftritte in der nationalen Liga gibt es aber keinen Grund, vor dem dreifachen italienischen Meister in Demut zu versinken. Mit der aktuellen Leistung befindet sich die Elf von Marco Rose auf Augenhöhe mit den Italienern, selbst wenn diese gleichfalls in den letzten Wochen wieder zu ihrer alten Stärke zurückgefunden haben. Noch immer steht der „Vorwurf“ im Raum, Borussia habe diese Saison gegen große Mannschaften noch kein Spiel gewonnen. Diesen könnte sie mit einem Sieg über die Roma endgültig ausräumen. Die Details zur römischen Mannschaft wurden vor dem Hinspiel bereits im Detail herausgearbeitet und es sei jedem empfohlen, sich diese ausführlichen Ausführungen vor dem Spiel am Donnerstag noch einmal im Detail durchzulesen. Das 1:1 gegen Gladbach war für die Roma das vierte Remis in Folge gewesen. Seitdem folgten zwei ebenso wichtige wie prestigeträchtige 2:1-Heimsiege über den AC Mailand und SSC Neapel sowie unter der Woche ein überzeugendes 4:0 in Udine. All diese Erfolge waren zudem verdient, sodass die Roma mit jetzt 22 Zählern auf Rang 3 die Riege der Verfolger des Spitzenduos anführt. In Bestform ist die Mannschaft nicht weit entfernt von Juventus und Inter. Zudem gehören mit Zaniolo, Kluivert oder Diawara einige entwicklungsfähige Jungspieler zu den Leistungsträgern. Amadou Diawara war in den letzten Monaten zwar verletzt, kehrte aber Anfang dieser Woche erstmals wieder ins Training zurück, sodass er ggf. schon am Donnerstag ein Kandidat sein könnte. Gerade auf seiner Position im defensiven Mittelfeld fehlt mit Bryan Cristante bereits eine wichtige Stammkraft, sodass Jordan Veretout seit Wochen unersetzlich ist. Neben ihm wurde zuletzt Innenverteidiger Gianluca Mancini vorgezogen, was bislang gut funktioniert. In der Viererkette dürften damit Kolarov, Smalling und Fazio gesetzt sein. Auf rechts bieten sich mit Florenzi und Spinazzola zwei weitgehend gleichwertige Alternativen. Offen ist ansonsten wohl nur die Frage, ob im zentralen offensiven Mittelfeld Diego Perotti oder Javier Pastore eingesetzt wird oder ob ggf. der wiedergenesene Türke Cengiz Ünder sein Startelfcomeback gibt. Zu achten ist für Borussia besonders auf dreierlei: Die Standards, die insbesondere von Aleksandar Kolarov sowohl direkt als auch indire kt meist gefährlich werden. Im Hinspiel wusste Nicolo Zaniolo dies zu nutzen und der jung e Shooting-Star ist nicht erst seitdem in bestechender Form. Wurde er zu Saisonbeginn noch zentral eingesetzt, so hat er mittlerweile auf der linken Angriffsseite sein Glück gefunden, wo er deutlich stärker agiert. Zu guter letzt ist ein Edin Dzeko immer eine Erwähnung wert, wenn es um Torgefahr geht. Der Bosnier trifft statistisch in jedem zweiten Spiel. Im Hinspiel hat er es bekanntlich nicht getan… Verzichten muss Trainer Paulo Fonseca weiterhin auf Cristante, Kalinic, Pellegrini, Zappacosta sowie auf Henrikh Mkhitaryan. Aber auch Borussia plagen bekanntlich Verletzungssorgen, wenngleich sich dies zuletzt etwas zu bessern schien. Matthias Ginter spielte am Samstag ebenso wie Kramer und Jantschke durch und speziell der Heilungsverlauf bei Kapitän Lars Stindl ist angesichts der Länge der letzten Verletzungen höchst erfreulich. Neben ihnen könnten auch Alassane Plea und Ramy Bensebaini in den Kader zurückkehren. Fraglich aber, ob es für sie direkt wieder für einen Startelfeinsatz reichen wird. Ebenso fraglich ist dies bei Marcus Thuram und Nico Elvedi, die kleinere Blessuren aus der letzten Partie davongetragen haben. Auf Embolo, Raffael und Johnson wird Marco Rose in jedem Fall weiter verzichten müssen. In jedem Fall wird er aber trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen können, die den Römern in einem Heimspiel auf Augenhöhe begegnen und sie an einem guten Tag definitiv schlagen kann. Wir erinnern uns: Borussia hatte im Vorjahr eine Rekordserie von 12 Heimsiegen in Folge aufgestellt, auf die eine Serie von 10 sieglosen Partien im Borussia-Park folgte. Jetzt sind es immerhin auch schon wieder drei Erfolge in Serie. Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn die Mannschaft diese am Donnerstag fortsetzt und anschließend gerne wieder bis in die Zweistelligkeit ausbaut. Borussia: Sommer – Jantschke, Ginter, Bayer – Lainer, Kramer, Zakaria, Hofmann, Wendt –Herrmann, Stindl AS Rom: Lopez – Florenzi, Fazio, Smalling, Kolarov – Veretout, Mancini – Kluivert, Pastore, Zaniolo - Dzeko Michael Heinen: Es wird ein hartes Stück Arbeit, denn die Roma ist rechtzeitig zum Showdown mit dem Bundesliga-Spitzenreiter wieder in Form gekommen. Daher gibt es erneut ein 1:1, was ein ordentliches Resultat ist, solange Wolfsberg sein zeitgleiches Spiel gegen Istanbul nicht gewinnt. Christian Spoo: Trotz der Rückkehr einiger Patienten läuft Borussia auf der Felge. Alles Engagement reicht gegen Rom nicht. Die 1:2-Niederlage bedeutet, dass sich das Team ab sofort ganz auf das Verteidigen der Bundesliga-Tabellenführung konzentrieren kann. Mike Lukanz: Flutlicht, Gegner mit Renommee, sportlich wichtig, Selbstbewusstsein im Tam. Es ist alles angerichtet für einen großen Abend. Den wird es auch geben, das 2:2 wird viel Kraft kosten und nicht unbedingt das Weiterkommen garantieren. Und stets begleitet der Gedanke: bloß keine Verletzten mehr. Thomas Häcki: Auch wenn Borussia auf der Felge läuft, verleiht das neue Selbstbewusstsein Flügel. Am Ende steht ein kraftkostendes 2:1, nicht unbedingt brillant, aber ein Zeichen der Willenskraft. Uwe Pirl: Die Italiener sind (Achtung, jetzt kommen Klischees) mit allen Wassern gewaschen, Catenacciokünstler, teilen defensiv knochenhart aus, sind offensiv große Schauspieler, bearbeiten 90 Minuten den Schiedsrichter und tragen alle Sonnenbrille und Gel im Haar… Na und? Egal wie schwer das Spiel wird, in der Verfassung der letzten Wochen kann Borussia jeden schlagen. Gladbach gewinnt 3:1 und hält den Traum vom Weiterkommen offen. Claus-Dieter Mayer: Ein frühes Tor und auf einmal geht auch internationaler Fußball ganz leicht. Mit einem 4:0-Heimsieg gegen eine desinteressiert wirkende Roma setzt Borussia ein Ausrufezeichen und ist wieder voll im Rennen um die Europa-League.


02. Nov 2019

Wo soll das noch hinführen ... ?!

Man reibt sich ganz allmählich die Augen: Nachdem Borussia Mönchengladbach am 7. Spieltag gegen den FC Augsburg gewonnen und die Tabellenführung erobert hatte, war es mehr oder weniger allgemeiner Konsens, dass das angesichts der geringen Punktabstände eine schöne Momentaufnahme ist, mit Blick durch die rosarote Borussenbrille verdient, ja sicher, aber genauso sicher nicht von Dauer (mancher nicht durch die Borussenbrille schauende, eher neutrale Beobachter mag sogar eher an einen glücklichen Zufall gedacht haben). Kamen doch nach Augsburg die richtig schweren Wochen: Fünf Spiele in den 14 Tagen zwischen dem 19. Oktober und dem 2. November, darunter zweimal Dortmund, der AS Rom, Frankfurt, Leverkusen – das war aus damaliger Sicht kein Programm, das eine Verteidigung der Tabellenführung zwingend nahelegt. Hinzu kamen die immensen Verletzungsprobleme, bis zu 11 Ausfälle, darunter mit Ginter, Jantschke, Plea, Kramer absolute Leistungsträger. Kurz gesagt: Stünde Gladbach heute Abend nach einem Unentschieden gegen Frankfurt und einer Niederlage in Leverkusen mit 5 Punkten weniger auf Platz 6 der Tabelle, hätte das niemanden wirklich gewundert und es hätte höchstwahrscheinlich auch kein Krisengerede – weder intern im Verein noch extern in der Presse – ausgelöst. So ist es aber nicht gekommen. Warum also die Ausgangslage noch einmal aufwärmen? Na klar, um die unfassbar starke Leistung der Mannschaft in den vergangenen beiden Wochen noch einmal herauszuarbeiten. Wer diese letzten Spiele gesehen hat – einschließlich der beiden Niederlagen in Dortmund – kann sich nicht vorstellen, dass das dieselbe Mannschaft ist (heute standen mit Ausnahme von Thuram und Lainer nur Spieler auf dem Platz, die letztes Jahr auch schon da waren), die sich in der letzten Rückrunde zaghaft, willenlos, ohne Selbstvertrauen und ohne erkennbares Konzept auf einen Europa-League-Platz geschleppt hat. Hier hat sich Fundamentales verändert, vor allem in den Köpfen der Spieler. Mit welchem Selbstvertrauen die Mannschaft mittlerweile auch in unangenehmen Situationen gegenhält, wie die Mannschaft gegen Gegner wie Dortmund, Leverkusen und Frankfurt aktiv agiert, das ist einfach nur gut und – um mal ein in den letzten Wochen überstrapaziertes Wort zu gebrauchen – ein Zeichen für einen gravierenden Mentalitätswandel. Schön zudem, dass dieser Wandel nicht in einen eher leichtathletischen Ansatz von Fußball mündet, in dem zuallererst und nahezu ausschließlich der Gegner bekämpft wird. Nein, die Mannschaft spielt Fußball und das phasenweise herausragend. Stand heute – und man sagt ja, dass nach dem 10. Spieltag der richtige Zeitpunkt für ein Zwischenfazit sei – darf sich Max Eberl beglückwünschen, einen Trainer geholt zu haben, dessen bis heute einzig erkennbares Defizit ist, Lokist zu sein. Wäre man zu euphorisch, würde man jetzt schreiben dass diejenigen aus dem Süden der Republik, die nach eigener Auffassung ein Anrecht auf die Tabellenführung und den Titel haben, mittlerweile wohl darüber nachdenken müssten, Ferngläser für den Blick auf die Tabelle anzuschaffen … Da wir aber nicht zu euphorisch, sondern borussisch bescheiden sind, nehmen wir das heutige Ergebnis aus Frankfurt nur mit dem Hauch eines Lächelns zur Kenntnis, allerdings nicht mit Erstaunen, offenbart sich doch in diesem Ergebnis, mit welchem Realitätsverlust bzgl. der eigenen Stärke man in München in die Saison gegangen ist. Man stelle sich vor, Lewandowski würde sich verletzen … Beim Blick auf die anderen Spielstände des heutigen Tages musste Borussia Mönchengladbach kurzzeitig Angst um einen scheinbar für die Ewigkeit gemachten Rekord haben: Glücklicherweise hat es die BSG Getränkevertriebskombinat gegen Mainz bei acht Toren bewenden lassen, sodass das 12:0 aus dem Jahre 1978 weiter Bestand hat als höchster Bundesligasieg aller Zeiten. Wäre auch schade gewesen, wenn dieser Rekord nach Salzburg gewandert wäre. Die SEITENWAHL-Einschätzung: Christian Spoo: Meine Nerven! Die zweite Halbzeit sagte eine Stimme in meinem Kopf „gleich klingelt‘s“. Aber die Stimme hat keine Ahnung. Borussia 2019 kann auch solche Spiele. Wie schon vor Wochenfrist festgestellt: Das ist nicht mehr meine Borussia. Und das fühlt sich sehr sehr gut an. Michael Heinen: Das System Rose greift immer besser, kostet aber auch enorm viel Kraft. Mit letzter von dieser kämpfte sich Borussia in Leverkusen über die Zeit und holte dadurch mal wieder einen Big Point. So langsam wird auch dem letzten Experten klar, dass Borussias Tabellenführung kein Zufall ist, sondern hochverdient. Mike Lukanz: Man darf nicht vergessen, mit wem Borussia zu Spielbeginn NICHT angetreten ist. Es wird einem fast schon mulmig, daran zu denken, wenn alle Leistungsträger wieder zur Verfügung stehen. Es macht Spaß. Und es ist völlig in Ordnung, dass die Tabelle gerade so aussieht, wie sie aussieht.


01. Nov 2019

Favorit in Leverkusen?

Zwei Seelen wohnen, (Gladb)ach! in der Borussen-Brust. Die eine davon brennt soeben, wie sich das geh ört, und sehnt sich nach noch mehr Auftritten der Gladbacher, wie man sie zuletzt (zumindest auf nationaler Ebene) bewundern durfte. Die andere schaut eher besorgt auf die Verletztenliste und wünscht sich, der Spielplan würde mal eine spontane Pause einlegen. Da er dies nicht tun wird, muss es am Samstag gegen Leverkusen irgendwie weitergehen, aber die Frage ist, welches Personal dafür zur Verfügung steht. Positiv zunächst mal, dass Ginter, Traoré und Strobl anscheinend wieder fit sind, aber unwahrscheinlich, dass einer der drei es gleich in die Startelf schafft. Am ehesten denkbar ist dies bei Matthias Ginter, abhängig davon ob Marco Rose wirklich dem zwar erfahrenen aber Spielpraxislosen Nationalspieler den Vorrang vorm jungen Jordan Beyer gibt, der seine Sache in Dortmund sehr gut gemacht hat. Es gibt wohl auch noch Hoffnung, dass Tony Jantschke seine Zerrung überwunden haben könnte, was die Innenverteidigung vom Frankfurt-Spiel ermöglichen würde. Nach Aussagen Roses auf der Presskonferenz hat sich Christoph Kramer wohl wieder von seinem grippalen Infekt erholt, so dass man ihn im Kader erwarten kann. Die Verletzung von Ramy Bensebaini aus dem Dortmund-Spiel scheint nicht schwerwiegend zu sein („nichts strukturelles“) aber das Spiel am Samstag kommt wohl noch zu früh für ihn; angesichts seines starken Auftritts in der ersten halben Stunde am Mittwoch etwas schade. Alesanne Plea und Breel Embolo fallen ebenfalls weiterhin aus. Es spricht schon sehr für Borussias Kaderplanung, dass man am Samstag trotzdem nicht mit einer reinen Not-Elf auftreten muss. Im Sturm ist Marcus Thuram zurzeit in Höchstform, unklar ist allerdings wer neben ihm offensiv auflaufen wird. Gegen Dortmund war dies Lars Stindl, aber es ist fraglich ob Marco Rose dem gerade erst wieder ins Team zurückgekehrtem Kapitän das dritte Spiel in sechs Tagen zumuten will. Patrick Herrmann wäre hier die naheliegende Alternative. Die Besetzung des Mittelfeldes hängt wohl auch davon ab, welche taktische Ausrichtung der Gladbacher Trainer in Leverkusen wählt. Wiederholt man den im Dortmund-Spiel eben so überraschenden wie effektiven Ansatz mit einer Dreierkette oder kehrt man zu einer der 4-4-2 -Varianten oder zum 4-2-3-1 zurück? In beiden Fällen sollte Dauerläufer Denis Zakaria gesetzt sein, der bislang eine überragende Saison spielt. Der Gegner aus Leverkusen hat in Mönchengladbach den Ruf ein Angstgegner zu sein, was aber inzwischen mehr eine Legende aus vergangenen Zeiten ist, die wenig mit der Realität der jüngeren Vergangenheit zu tun hat. In den vergangenen 10 Spielzeiten gab es 8 Gladbacher Siege (4 davon in Leverkusen) gegenüber 7 Erfolgen der Werkself. Vor allem die augenblickliche Form beider Teams spricht eher für die Borussia. Zwar hat der 5-fache Vizemeister (erstaunlicherweise gibt es da keine Sterne auf dem Trikot für) mit 15 Punkten durchaus Anschluss an die Ligaspitze, aber schaut man sich an, wo die Punkte herkommen, so stellt man fest, dass Bayer 04 bislang lediglich gegen Abstiegskandidaten (Paderborn, Düsseldorf, Augsburg, Union Berlin) gewinnen konnte, was sich auch in der Champions-League zeigt, wo man lediglich einen Punkt aus 3 Spielen holen konnte. Nach der spektakulären Rückrunde der Vorsaison mit 34 Punkten und 43 Toren wirkt das Bosz-Team in dieser Saison erheblich biederer und schafft es bislang nicht, die auf dem Papier sehr hohe Kaderqualität auch entsprechend auf den Platz zu bringen. Fast schon traditionell fällt auch wieder mal einer der Bender-Zwillinge aus, in diesem Falle Kapitän Lars Bender, der sich im Pokal einen Muskelfaserriss zu zog und somit in der sowieso nicht immer sattelfesten Leverkusener Abwehr fehlen wird. Wenn Sportdirektor Simon Rolfes im Kicker verlauten lässt, dass Gladbach Favorit sei, so ist das natürlich ein gutes Stück weit bewusste Tiefstapelei, um den Druck vom eigenen Team zu nehmen, aber rein faktisch auch nicht wirklich falsch. Beim letzten Gladbacher Gastspiel in der BayArena erreichte eine sehr defensiv ausgerichtete Borussia einen etwas glücklichen 1:0 Sieg. Man kann davon ausgehen, dass Marco Rose sein Team erheblich offensiver und aggressiver einstellen wird als Dieter Hecking damals und demzufolge das Spiel ausgeglichener verlaufen wird. Auf Gladbacher Seite wird es nicht nur eine Rolle spielen, wie man die Ausfälle kompensieren kann, sondern auch wie leer der Tank nach den beiden aufreibenden Partien gegen Frankfurt und Dortmund ist. Mit der Leistung dieser Spiele sollte man eine realistische Chance haben die Tabellenführung auch in Leverkusen zu verteidigen. Seitenwahl-Tipps: Claus-Dieter Mayer: Leider kosten ein paar Unkonzentriertheiten der Borussia den möglichen Sieg und so muss man nach einem unterhaltsamen 2:2 die Tabellenführung vorrübergehend wieder abgeben. Michael Heinen: Borussia sollte die Favoritenrolle in Leverkusen offensiv annehmen und genauso mutig auftreten wie in Dortmund. Wenn die Pässe dann etwas genauer kommen, ist ein Auswärtssieg möglich. Allerdings erscheint auch ein Dämpfer in Form einer 1:2-Niederlage nicht unwahrscheinlich. Mike Lukanz: Spiele in und gegen Leverkusen sind eines nie: langweilig. Da ist von 6:3 bis 0:5 alles drin. Unterhaltsam wird es auch dieses Mal, mit dem 2:2 werden beide Mannschaften leben können. Aus Gladbacher Sicht ist zurzeit fast wichtiger, nicht mehr Verletzte als Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ Christian Spoo: Borussia ist platt, die traurige Niederlage von Dortmund hat Spuren hinterlassen. Leverkusen reicht eine durchschnittliche Leistung, um 2:0 zu gewinnen. Uwe Pirl: Nicht zum Aushalten, wie pessimistisch die Kollegen sind. Ist doch ganz einfach, wir sind Favoriten - sagen die Leverkusener - also hauen wir die weg. Wie wärs mit einem 3:6?


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